Der ZM !

TS, 12. Januar 2008, 21:53
2008
Jan12

Bilinguale Brutprägung !

Neues Kapitel, ganz anderes Thema, etwas vorgegriffen, weil zur Partnerwahl,
Partnerschaft und wieder Trennung des ZM kommen wir noch.
Was aber schon mal in den Reigen passt, das ist der Moment, in dem der ZM tatsächlich einfach mal seiner natürlichen Bestimmung folgt und sich fortpflanzt, wahrscheinlich der einzige Moment, in dem der ZM ist, was er ist, – ein Tier, ein instinkgesteuertes, hormongelenktes Tier – sonst nix.
Aber kaum ist das Ei gebrütet, das Gör geschlüpft, geht der sogenannte zivilisierte Mensch zur überlieferten Tagesordnung über.
Normalerweise ist das mit der Evolution ja folgendermaßen geplant, – man pflanzt sich fort und übergibt….., übergibt seinen Nachkommen alle möglichen
nützlichen lebensnotwendigen, der Arterhaltung dienlichen Informationen, sei es nu auf genetischem Wege oder durch Prägung und Erziehung, klappt in der Tierwelt wunderbar, alle Affen können irgendwann Bananen schälen, alle Otter
Muscheln zerkloppen und alle Bayern Weisswurst pellen.
Aber, so einfach wie sich die Natur das gedacht hat, macht sich der ZM das nicht…. So simpel dem Nachwuchs erklären, einfach mal seinen Status vertreten und sagen: „ So mein kleiner Hosenscheisser, du Wurm du, ich bin schon ein bisschen länger hier als du, jetzt hör mir mal gut zu, klar, jetzt lernen wir erstmal fix laufen, selbständig essen, die Geschichte mit den Windeln, lassen wir auch gleich mal schön bleiben, also hopp aufs Klo – und sprechen, sprechen könntest du auch mal zügig lernen – kapiert ?“
Nee, im Gegenteil, der ZM kippt das  ganze noch, anstatt der verwöhnten Brut zu verklickern, wer hier den fertig sortierten Bregen im Schädel  trägt, lässt sich der ZM, und da ist es scheinbar auch völlig schnuppe, ob  nun Männlein oder Weiblein, auf das geistige Niveau, auf die Stufe des debil sabbernden Kleinkindes fallen, und fängt plötzlich an sich in einer Sprache zu artikulieren, dass das Blag doch unweigerlich denken muss :
„ Die Alten haben komplett einen an der Waffel, so was kann man doch nicht für voll nehmen, – also wenn die alle so sind, dann man gute Nacht, das geht ja gar nicht, die glotzen hier in meine Karre und labern eine Scheisse, das ist ja nicht zum Aushalten.“

„ Ich weiss ja nicht, ob sich hier außer mir noch jemand darüber im Klaren ist, dass wir in dem Moment den gesamten Respekt auf Lebenszeit verspielen.“

„ Na, du bist ja ein Süsser, nee guck doch mal, ganz die Mama.“
„ Ich bin ein Junge, ganz die Mama wäre da fatal“
„ Und guck doch mal die süßen Äuglein – och wie  der guckt“
„ Ja, was soll ich denn sonst damit machen, außer gucken, blöde gucken      vielleicht?“
„ Diese kleinen Händchen, die drolligen Fingerchen.“
„Sei froh, dass die noch so klein sind.“
„ Jetzt wollen wir mal schön Happihappi machen.“
„ Ach so, wir machen Happihappi und was , was machen wir dann?“
„ Dann machen wir ein Bäuerchen.“
„ Ach, ein Bäuerchen und warum kein Schlachterchen?“
„ Na, aber wo ist denn jetzt dein Nunni?“
„ Mein Nunni? – Gib mir ´nen Hunni und ich sach´s dir…. Gott nimm doch
mal  einer diese Irre hier weg.“
„ So jetzt gehen wir schön in die Heija und machen schön Baba.“
„ Nee, is´ klar, wenn mich das rettet gerne, leg mich einfach dahin, laber mich nicht voll und komm wieder wenn ich mich wehren kann….!“

Aber, da ist ja alles nur die Vorstufe des Schwachsinns, – plötzlich kriegen ganz alltäglich Dinge neue Namen.
Aus Hunden werden Wauwaus, aus Katzen werden Mietzies, aus Enten werden Gackgacks, wie soll sich ein Kind in dieser Welt zurecht finden?
„ Hoppehoppereiter und sein Hottehottehüh.“
„ Omma, das ist ein Reiter und das große da mit dem riesen Gebiss, das ist ein Pferd, hörst du, ein Pferd. Und das da ist ein Polizeiwagen und kein Tatütata, der da mit dem weissen Kittel ist auch nicht mein Onkel Doktor, sondern ein Arzt und die Tusse daneben ist auch nicht meine Tante, meine Tante rammt mir keine Spritze in den Hintern.
Hallo, hallo hört mich hier jemand?“
„ So, jetzt suchen wir erstmal deine Pülli und dann machen wir noch schön deinen kleinen Kackepöter sauber…..“
„ Warum wir, warum eigentlich immer wir, kann die nix alleine?“

Ein Kommentar

  1. Nahrungsplus » Blog Archive » Re: Daniel Pauly “Tiere fühlen” - was ist mit Löwen und Tiegern? - Entdeckung von Aliens oder Schaffung von… schrieb:

    […] beim Essen von Menschen aus und warum koennen wir ein Steak so relativ “skrupellos” essen? Und warum essen wir nicht unsere eigenen Haustiere? Ganz einfach: Weil wir ihnen Persoenlichkeit […]

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