Im Jahre dreiundsechzig,
ich sage euch: “Das rächt sich!”
habt ihr mich in die Welt verbannt,
in dieses karge, kalte Land,
an diesen seltsam grauen Ort,
aus welchem Grund ohne ein Wort?

Ihr hättet mich doch fragen müssen,
sag an, was willst du von uns wissen?
Warum habt ihr mir denn nicht erklärt,
weshalb mir dieses widerfährt?
Vielleicht sogar hätt´ ich `s begriffen,
doch ihr, ihr habt ja drauf gepfiffen.
Ihr schmeißt mich einfach auf die Erde,
vielleicht damit ich irre werde,
vielleicht damit ich etwas lerne,
jawoll, das tät´ ich wirklich gerne.

Vielleicht wollt ihr mich weiser machen,
vielleicht soll ich mich heiser lachen,
vielleicht auch nur weil `s euch erheitert
und euren Horizont erweitert?

Vielleicht bin ich auch nur die Ratte,
die niemals eine Chance hatte,
vielleicht lauf ich im Kreis, im Rad
und ihr, ihr habt mich lange satt,
steht höchst genervt in dem Labor
und ich, ich komm euch dämlich vor:
Schau an, der Stelzner, der Proband,
schaut nicht mal übern Käfigrand.

Doch täuscht euch nicht, seid auf der Hut,
so manche Ratte tarnt sich gut,
läuft jahrelang durchs Labyrinth
und täuscht all die, die draußen sind,
nagt hier und da mal an Stäben
und pinkelt auch schon mal daneben,
kratzt etwas hier, schabt etwas da
und keinen stört `s, noch ist sie da.

Doch irgendwann rostet der Stall
und sie springt auf jeden Fall,
mit Ungeduld und Hass ins Freie
und dann, dann hört man eure Schreie…