Alles okay am Pichelsee !

TS, 25. Mai 2008, 14:38
2008
Mai 25

Na, das war doch mal ein gelungener Abend, beste Vorbereitung, – super Plakat – geiler Sound, schicke Bühne und ungelogen ein spitzenmäßig aufmerksames, interessiertes Publikum – Runde Sache – …. Und die Umgebung Idylle pur! Also bevor ich mich schlagen lasse, –  …. ruft mich an !!… Ich komme!!

Dank an alle, die das veranstaltet haben!  Lars, das Mörtsching Deissing war erstklassig! Legt euch quer, lasst es knacken, geht den Störchen ans Gefieder – wir sehen uns wieder!

Reagenzglaskinder 1990!

TS, 21. Mai 2008, 08:43
2008
Mai 21

REAGENZGLASKINDER

Reagenzglaskinder werden geboren
mit kleinen Händen, Augen, Ohren
in finsteren Chemielaboren.

Sie können sehen, hören, tasten
im solargeheizten Brütekasten,
künstlich ernährt ohne Nabelschnur,
ärztlich bewacht rund um die Uhr,
als Versuchskanninchen der Nation,
als Bayers Tochter, Scherings Sohn.

Ein Computer zeigt ob ihr Herz noch klopft
und ständig der Hormentropf tropft,
ihre kleinen Augen sehen in grellese Neonlicht
und es ist keiner da der zu ihnen spricht,
der sie in den Arm nimmt oder küsst,
nur Dr. Hoechst der Fieber misst.
Ihre Ohren hören kein einziges Wort,
hören nur wie der Computer surrt,
ihre Hände fassen keine einzige Hand,
greifen nur an die glatte, kalte Glaskastenwand.

Sie werden steril grossgezogen,
einsam und um ihre Liebe betrogen
und wenn sie erstmal zwanzig sind,
sind ihre Ohren taub, ihre Augen blind,
ihr Mund verstummt, ihre Herzen gelähmt
und all´ ihre Gefühle auf Logik gezähmt.

Dann werden sie planmäßig eingesetzt
und auf die übrige Menschheit gehetzt,
sie kriegen `nen Posten im Staatsapparat
sind absolut brillant mit tausend Karat,
zuverlässig ohne Schwächen
werden sie die Welt zerbrechen,
skrupellos wie ihre Produzenten
wie kalte Killer, Superagenten
töten sie dann Männer, Kinder, Frauen,
weil sie nur der Technik vertrauen.

Aus ihren kleinen Händen wurden
gefährliche Waffen,
nicht zum lieben,
nein, nur zum töten geschaffen.

Die Kinder der Chemie
zwingen die Menscheit in die Knie,
machen sich Welt zum Untertan
und regieren sie in ihrem Wahn.

Sie töten uns alle irgendwann,
weil man uns alle ersetzen kann
durch ein Kind aus dem Labor,
wer behütet uns davor ?

“Das Lied vom Anstreicher Hitler”

TS, 17. Mai 2008, 18:21
2008
Mai 17

75. Jahrestag der Bücherverbrennung: Thorsten Stelzner und Monte Jaffe zu Gast

Von Bettina Jaeschke / Wolfsburger Nachrichten

Am 10. Mai 1933 brannten die Scheiterhaufen mit der von den Nazis verfemten Literatur. Dem 75 Jahrestag der Bücherverbrennung wurde Donnerstagabend in der Stadtbibliothek im Alvar-Aalto-Kulturhaus gedacht. Etwa 40 Gäste kamen. “Verbrannte Dichter – verfemte Komponisten” lautete das Motto des Abends. Da der 10. Mai auf einen Pfingstfeiertag fiel, fand die Veranstaltung erst am 15. Mai statt. Zu Gast waren der Braunschweiger Lyriker Thorsten Stelzner und der amerikanische Bass Monte Jaffe. Auf Einladung der veranstaltenden Bibliotheksgesellschaft Wolfsburg stellten beide Texte und Lieder “Wider das Vergessen vor” vor. Mit zwei Gesangseinlagen stimmte Monte Jaffe die Besucher auf die Veranstaltung ein. Mit einem Stück aus George Gershwins “Porgy and Bess” begann er. Mit den Fingern schnippend, stellte er sich in den Raum und zeigte sein großes Können. “Impossible Dream” lautete der Titel seines zweiten Songs. “Jetzt erzähle ich von einem Traum, von einem Mann, der Don Quichotte heißt”, kündigte er das Stück an.

Dichter wie Kurt Tuckolsky, Erich Kästner und Joachim Ringelnatz, wieder ins Gedächtnis der Zuhörer zu rufen, hatte sich der politische Lyriker Thorsten Stelzner als Ziel gesetzt. Er las unter anderem Tucholskys “Deutsche Pleite”´, Franz Werfels “Lied vom Gezeichneten” und Bertolt Brechts ” Das Lied vom Anstreicher Hitler” vor. Die lyrischen Werke erinnerten an vergangene Zeiten, regten zum nachdenken an und ließen die Besucher gespannt lauschen. Stelzners Beiträge wechselten sich mit denen von Jaffe ab. Der Künstler, der auch schon als Opernsänger in Tel Aviv, Warschau und London auftrat, unterhielt die Besucher jedoch nicht nur mit Gesang. Zwischen seinen Stücken erzählte er auch immer wieder und nahm Bezug auf die Geschichte des Nazionalsozialismus und der Bücherverbrennung. ” Unser Feind ist der Hass”, erklärte er : ” Doch der Hass hat in Deutschland ein politisches Zuhause. Die Faschisten haben neun Millionen Menschen ermordet. Trotzdem ist Faschismus in Deutschland immer noch akzeptiert.”

Wird das jetzt die Bäder-Tour 2008 ??

TS, 14. Mai 2008, 17:13
2008
Mai 14

Nach dem Störitzsee, erste Strandlesung, trockene Zunge, Sonnenbrand, aber auch feinster Entschädigung durch den Aus- u. Anblick, wirklich nicht alles was da so in der Sonne lag, wäre von Greenpeace wieder zurück ins Meer getrieben worden!

Nun zum Pichelsee, 24.05.08  die IGM-Berlin fordert volle Leseleistung … Satire, Lyrik, politisch und motivierend … dann ma los … lassen wir es KNACKEN, legen wir uns quer und gehen wir den Störchen ans Gefieder! – Ich freue mich drauf!

Lieber Leser,

wie ihr festellen könnt, bin ich im Moment schwer auf Achse, also so richtige Lesebeiträge – schätze mal, dass das erst im Juni wieder was wird..

 Also bis gleich!

Auf zum Störitzsee….

TS, 9. Mai 2008, 12:28
2008
Mai 9

Auch die IGM-Jugend Berlin/Brandenburg/Sachsen ist auf den ZM gekommen  am 11.05.08 – am Muttertach – fährt ein Golf nach Nirgendwo,  … hätte ich kein Navi  – ich würde jetzt schon mal losfahren! 

Am 14.05.08  ich glaube 19.00 Uhr/ Brunsviga dann Jugendweihe-Nachlese …. alle Jugendweihlinge, Freunde, Eltern und Verwandte sind herzlichst eingeladen, an der morgensternfreien Veranstaltung teilzunehmen….. ” Auch du mein Freund , Georg.”

In diesem Zusammhang sei nochmal darauf hingewiesen,

dass ich 1. Dichter geworden bin, weil ich als junger freiheitsliebender Rebell von dem Begriff der dichterischen Freiheit fasziniert war.

Und, dass ich 2. Satiriker geworden bin, weil ich von Tucholski überzeugt worden bin, dass die Satire alles darf. 

Diesen Freiheiten muss sich in meinem Leben alles, wirklich alles unterordnen…. auch die Rechtschreibung und die Interpunktion…. ich habe wirklich keine Zeit, bei jedem Satz darüber nachzudenken, ob der nun auch korrekt ist, das habe ich schon auf dem Martino-Katharineum den Lehrern überlassen, die das auch heute noch mit größter Hingabe tun, wenn sie noch nicht in Rente sind, .. jetzt schreiben sie Leserbriefe… Ich habe etwas früher angefangen mich öffentlich zu äußern und hatte daher nicht die Zeit, wie allerdíngs auch in allen anderen Bereichen meines Lebens, irgendwelche Regeln auswendig zu lernen, geschweige denn mich auch noch daran zu halten…. Also immer locker bleiben.. der Inhalt machts und nicht das Etikett …. Lektoren müssen auch leben…. und jetzt: ” Such Hasso, komm such das Fehlerchen ….”

 Und weiter  15.05.08  ist oben  unten schon erwähnt… Monte Jaffe und ich in Wolfsburg  75  Jahre Bücherverbrennung in Deutschland …

Ich hoffe wir sehen uns hier und da und dort an einem schönen Ort …