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Totensonntag im Gewerkschaftshaus !!!

TS, 28. Oktober 2008, 09:48
2008
Okt 28

Von Stinkern und SchleimernAn alle Freunde des Rituals,  Totensonntag in der Tapbar geht leider nicht, weil die ist hoffentlich zu klein, wenn wir am Totensonntag die neue Satire CD “Von Stinkern und Schleimern” präsentieren. Unterstützt von der IGM, Ver.di, Radio Okerwelle und natürlich dem Meister der Illustration – Ingo Lehnhof – hat der Stelzner seine satirischen Texte auf CD gegnatzt, gegrantelt und genörgelt.

Ein wahres Kunstwerk ist entstanden, gemeint ist hier lediglich das booklet….

Alles andere müsst ihr selbst entscheiden:

Am TOTENSONNTAG  23.11.08 um 17.30 im Gewerkschaftshaus, Wilhelmstrasse – Eintritt frei !!

25.10.08 Ein/Der Maler feiert Geburtstag

TS, 27. Oktober 2008, 08:17
2008
Okt 27

INGO ….. für Ingo!

Hey, Herr Maler, mal mal mir
jetzt und hier ein Tier,
denn wer kein Tier mir malen kann,
fängt `s Malen besser gar nicht an.
Ich will was konkretes,
nichts abstraktes, abgedrehtes,
ich will nicht darüber sinnen
was die Maler sich erspinnen.
Ich will alles klar erkennen
und das Bild beim Namen nennen.
Ich will wissen was ich sehe,
wenn ich vor den Bildern stehe.
Ich will klare feste Formen,
Bilder streng nach Normen,
ein bisschen grün und eine Wiese,
mitten drauf die fette Liese,
diese schwarz gescheckte Kuh
und `nen Menschen so wie Du,
mit `nem leichten irren Blick,
so was gäb´ mir schon den Kick.
Oder mal ein Rudel Schweine,
in der Stallung ganz alleine,
nur davor ein nackter Knecht,
der so guckt als wär´ ihm schlecht,
auf dem Kopf die Badekappe
und im Schoß das kleine Schlappe.
So was macht doch Sinn und Freude,
wenn ich denke wie ich leide,
vor `nem Werk abstrakt und wirr,
denke ich – der ist doch irr,
sowas malen kann doch jeder,
ziehe heftig dann vom Leder,
sowas malt mein jüngstes Kind,
dieser Maler war wohl blind.
Ganz anders geht es mir bei Dir,
denn Du Maler, Du malst mir,
hin und wieder auch ein Tier
und sei es nur ein toter Hummer,
dieses nimmt mir stets den Kummer,
den man hat, wenn man so denkt
ob dies Bild nicht falsch rum hängt.

Freitag 31.10.08 Stadthalle 18.00 Uhr

TS, 27. Oktober 2008, 06:41
2008
Okt 27

Veranstaltung zum Thema Rente mit 67 , mit Norbert Blüm, Oskar Lafontaine, Diether Dehm und …. Thorsten Stelzner präsentiert seinen Reformvorschlag : ” Globalisiert die Lebenserwartung!”

Die Stinker und Schleimer ….

TS, 20. Oktober 2008, 18:45
2008
Okt 20

Die CD ist im Kasten – 15 Texte und diverses Bonusmaterial … sortiert und produziert bei Radio Okerwelle von keinem geringeren als Axel Uhde –

  1.  Von Stinkern und Schleimern
  2.  Lernen fürs Leben, vergessen bis zum Tod
  3.  Aufstand beim Aufstehen
  4.  Ein Idiot der sich gewaschen hat
  5.  Kultur im Stuhl
  6.  Angenommen abnehmbar
  7.  Das wienernde Würstchen, das putzige Kerlchen
  8.  Tierisch herrschsüchtig
  9.  Bilingulae Brutprägung
  10.  Globalisiert die Lebenserwartung
  11.  Auch Weicheier
  12.  Roland kocht über
  13.  Vor der Paarung steht die Werbung
  14.  Wählersterben
  15.  Ende in Moll
  16.  Bonus – Liederliche Lyrik …..

Was soviel bedeutet wie, dass die Weihnachtsgeschenke jetzt und hier schon mal vorbestellt werden können, das gleiche gilt auch für Vorzugsfreundschaftstreuekarten für das Satirefest am 15.03.2009 17.30 in der Brunsviga

Also bis gleich

Thorsten

2008
Okt 14

Eltern an die Macht!

Besser konnte das gar nicht laufen. Gerade saß ich noch frustriert und fast schon ohnmächtig in der Ecke dachte: „Wohin mit der Wut, dem Zorn und der Kritik?“ Da fragt mich Franz Schmitt vom Clicclac: „Sach mal, könntest du dir vorstellen eine Kolumne bei uns zu machen?” Na, da musste ich keine Sekunde überlegen: „Aber klar und bitte, bitte sofort.“ Und damit kann es gleich auch schon losgehen.

Ich habe vier schulpflichtige Kinder: 2. Klasse, 5.Klasse, 8. Klasse, 12. Klasse – klasse, klasse! Nichts gegen meine Kinder, das sind natürlich – wie alle Kinder – die besten, die schlausten, die charmantesten und die schönsten der Welt, logisch. Darum geben wir ja auch alle immer das Beste, darum kämpfen wir tagtäglich dafür, dass sie es mal besser haben als wir. Paradox, denn auf diesem Wege sorgen momentan alle Institutionen dafür, dass sie es erstmal schlechter haben, als wir es in unserer Schulzeit je hatten. Ich muss offen und ehrlich gestehen: „Ich habe die Schnauze voll!” Und nach vier Elternabenden und zwei Stammtischen weiß ich, dass es vielen Eltern genauso geht. Und darum muss das an dieser Stelle jetzt mal alles raus.

Es geht um unsere Kinder, das wertvollste das wir besitzen, und das Programm, das hier gefahren wird, ist kinderfeindlich hoch zehn. Mit einer liebevollen, kindgerechten Entwicklung hat das nichts mehr zu tun.

Stress schon in der dritten Klasse, Trendmeldung, Empfehlung, bloß keine 3 schreiben, geschweige denn eine 4 oder gar eine 5, das können wir uns jetzt nicht mehr erlauben, da muss dann Fußball eben mal ausfallen: „Du willst doch aufs Gymnasium?” Weiß ein 8jähriger überhaupt, was das ist? In der dritten Klasse, da sind die Kinder wirklich noch Kinder und sollen schon verarbeiten, dass der Spaß jetzt aber vorbei ist. „ Wenn ihr Sohn die Gymnasialempfehlung haben soll, dann muss er jetzt aber das nächste halbe Jahr noch ein bisschen Gas geben.” – Klar wird gemacht! Druck und durch! Und wenn sie es dann geschafft haben, Freude, Freude, stolz wie Oskar, wird das Kind angemeldet und natürlich an derselben Schule wie alle Lieblingsklassenkameraden und kriegt schon das zweite Mal mächtig Stress und Bauchschmerzen, ob es denn auch angenommen wird. Wird es angenommen heißt es dann zittern bis zum Schulwechsel. „Hoffentlich kommen wir in eine Klasse.“ Geschafft! Glücklich, strahlend, neugierig, wissbegierig geht es in die nächste Runde….

Und dann, schon vier Wochen später brechen die ersten über ihren Mathehausaufgaben zusammen, haben keine Lust mehr sich nachmittags zu verabreden, kommen mit Kopfschmerzen um halb vier nachmittags nach Hause, haben Rückenschmerzen, weil sie mit einem Ranzen losmarschieren müssen, der so voll gepackt ist, dass das Gesamtgewicht des Busses, der sie morgens zur Schule fährt, beinah schon überschritten ist.

Sie sitzen da, zum Teil bis abends um acht und bringen mehr Arbeitszeit auf die Stechuhr als so mancher Lehrer. Ganz dramatisch wird es, wenn sie abends feststellen, sie haben noch was vergessen: “ Papa, Mama ich muss noch das Religionsblatt anmalen. „Da sitzt man dann als Eltern verzweifelt am Bett und möchte laut brüllen: “ Scheiß drauf!” – Aber man kann nicht, man darf nicht sagen was man wirklich denkt. Also malt man mal eben bei der Tageschau das Religionsblatt selber an.

Überhaupt: Das Quantum, das die Kinder zu bewältigen haben, ist ohne die Eltern gar nicht zu packen. Das gesamte Familienleben dreht sich nur noch um die Schule, die Schule bestimmt den Alltag. Das ist krank! Die Selektion findet hauptsächlich über die Belastbarkeit der Eltern statt, wenn die keine Zeit haben, wenn sie nicht können oder wollen, wie auch immer, dann landen die kleinen, bestimmt nicht blöden, und gar nicht faulen Kinder mit 10 Jahren schon auf der Hauptschule, aussortiert, frustriert – mit 10 Jahren, tolles System!

Ich wünschte mir, alle Eltern würden sich ein halbes Jahr mal total verweigern, sodass Schule wirklich nur noch Schule ist – von morgens um 8 bis mittags um 13.00 Uhr. Dann kann Schule den Schülern auch nur noch abverlangen, was Schule vermittelt. Dann müssten sie die Lehrpläne ausdünnen und das Abitur würde man eben nach 15 Jahren machen, das ist doch auch egal. Wir werden immer älter und die Kinder sollen sich beim Lernen immer mehr beeilen – was soll das?

Ihr Thorsten Stelzner

www.clicclac.de