Schrille Nacht, eilige Nacht !

TS, 15. November 2008, 14:35
2008
Nov 15

Clicclac, November: 

Endlich, endlich, der erste Advent, das wurde aber auch Zeit. Im Grunde fiebere ich diesem Moment schon seit dem zweiten Weihnachtsfeiertag entgegen. Nach Gänsebraten und Bärenfang liege ich bei den Schwiegereltern auf dem Sofa und frage mich: „Warum kann eigentlich nicht immer Adventszeit sein? Warum kann so ein Adventskalender nicht 363 Türchen haben? Warum gibt es keine Adventskränze mit 52 Kerzen? Warum gibt es keine Nordmanntannenbonsais? Warum muss ich bis nach Ostern warten, bis die Discounter endlich wieder die Weihnachtsdeko rausholen?“ Ich will meinen bunten Teller und zwar jeden Tag. Was spricht eigentlich dagegen, Marzipankartoffeln und Vanillekipferl auch mal am Grillabend zu servieren? Ganzjahresreifen tun es doch auch, jetzt, wo das Wetter immer das gleiche bleibt, jedenfalls fast, 15 Grad im November, wenn das noch normal ist? Nicolaus im April, warum denn nicht? Also, das ganze Jahr Vorweihnachtsstimmung.

Macht doch auch vieles einfacher. Man würde quasi am 28. Dezember schon mal daran erinnert, dass man jetzt aber langsam los muss, um Geschenke zu besorgen, oder man könnte ja auch am Heiligabend die versammelte Verwandtschaft schon mal fragen: „Und, was wünscht ihr euch so zu Weihnachten?” – Die klassische Antwort unter Erwachsenen in unseren Breiten: „Och, weiß nicht, vielleicht ´nen Gutschein von…!” Das wäre doch praktisch, da könnte man die, die man gerade selbst gekriegt hat, an die Seite packen oder auch gleich weiterreichen.

Ich habe auch eine Idee für ein neues Gesellschaftsspiel: Gutschein UNO, der höhere gewinnt, oder Quartett: „Mir fehlt noch einer von Saturn, tausche gegen Karstadt!”

Wem das zu unpersönlich ist, der könnte ja auch im Mai schon mal bei einer Kanne Kaminwärme/Apfel-Zimt und Kerzenschein anfangen zu basteln. “ Kommt Kinderchen wir bauen uns ein flottes Memory aus doppelten Weihnachtsgutscheinkarten.” – Basteln? Mir persönlich reicht es ja schon, dass ich den Umschlag nicht nur selbst beschriften, sondern auch noch mit meiner eigenen Spucke zukleben muss, persönlicher kann doch so ein Geschenk gar nicht sein – mein Gencode, meine Fingerabdrücke und meine Handschrift auf jedem Umschlag, das BKA wird schon bald anfangen zwischen den Jahren die Altpapiercontainer zu durchwühlen, das ist die Datenbank der Zukunft. Aber die Gutscheine haben natürlich auch noch ganz andere, praktische Vorzüge, da kann man sich nämlich das lästige abpulen der Preisschilder schenken.

Wie, ich bin zu kritisch, zu negativ? „Es geht nicht nur um Konsum? Warum feiern wir Weihnachten? Weil, äh, naja, da ist doch dieser Dings, der Jesus geboren, oder so. Ach so, und was hat der Weihnachtsmann damit zu tun, war der Geburtshelfer? Und gab es damals schon Coca-Cola? Schließlich haben die den ja eingekleidet.

Brauchtum und Verbrauch gehen Hand in Hand und der Handel drückt kräftiger zu. Die Feiertage werden längst nicht mehr von der Kirche gestaltet oder von der Gesellschaft geprägt. Wann wir was zu feiern haben, bestimmt die Freizeit- und die Zuckerbäckerindustrie. Wer weiß überhaupt, warum wir Halloween feiern? Weil die Spanne zwischen Ostern zur Vorweihnachtszeit zu lang ist oder weil es dann nur noch zwei Wochen bis zum Karneval sind und man das ein oder andere Kostüm schon mal im Regal hängen lassen kann?

Aber zurück zum Fest der Liebe. Wenn man Kinder hat, die noch keine „Großprojekte“ im Auge haben wie z.B. : “ Ich wünsche mir nur Geld, ich will mir `ne Playstation oder ´nen Flugzeugträger kaufen,” sondern welche, die noch wirklich spielen wollen und die in ihrem Kinderzimmer dafür auch tatsächlich noch ein Plätzchen finden, dann wird es richtig spaßig. Wenn man denkt, man hat endlich was gefunden, was man denen schenken kann, weil sie das noch nicht haben, – Gott sei Dank gibt es ja diverse Anbieter, die sich diesem, unserem Problem, derart selbstlos annehmen, dass sie aus reinem Mitleid jedes Jahr was neues auf den Markt schmeißen – und man steht vor dem Regal oder sogar schon an der Kasse, dann klingelt plötzlich das Handy. Schwiegereltern, Eltern, Tanten, Onkels, die Wahrscheinlichkeit ist groß, irgendwer von denen ruft just in dem Moment an und fragt: „Sag, wenn du losgehst, Weihnachtsgeschenke kaufen, für deine Kinder, kannste mir da nicht was mitbringen, du weißt doch am Besten was die sich wünschen, oder? Danke, echt lieb von dir, die Kohle kriegste dann am 2. Weihnachtstag, wenn wir uns bei Omma sehen.”

Klar mach ich –  alle Jahre wieder.

Ihr Thorsten Stelzner

Die IGMetall lädt ein !

TS, 13. November 2008, 08:23
2008
Nov 13

“Von Stinkern und Schleimern und Dichter an der Arbeit”Gleich zwei Neuerscheinungen präsentiert der Braunschweiger Dichter, Denker und Nörgler Thorsten Stelzner bei der Veranstaltung am Totensonntag, zu der die IG Metall in das Gewerkschaftshaus einlädt.: 23. November 2008, 17:30 Uhr, Gewerkschaftshaus Braunschweig, Wilhelmstraße 5. Der Eintritt ist frei.

“Von Stinkern und Schleimern” heißt die neue Satire-CD Stelzners, die erstmalig präsentiert wird. Unterstützt von der IG Metall, ver.di und Radio Okerwelle hat Stelzner seine satirischen Texte auf CD gegnatzt, gegrantelt und genörgelt.Mit “Achtung Lyrik! Dichter an der Arbeit” erscheint zu der Lesung auch das neue Buch von Thorsten Stelzner. In Zusammenarbeit mit dem DGB als Herausgeber hatte der Dichter einen Monat lang im Alltag des Gewerkschaftshauses gearbeitet. Die daraus entstandenen Texte sind in der Neuerscheinung zusammengefasst und werden am Totensonntag das erste Mal im Programm zu hören sein.Beide Neuerscheinungen sind in bewährter Zusammenarbeit mit Braunschweiger Maler Ingo Lehnhof entstanden. Sowohl das sehenswerte Booklet der CD als auch die Illustrationen des Buches unterstreichen wirkungsvoll und nuancenreich die spitzen Texte.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Die Gewerkschaften freuen sich, viele Gäste an diesem Abend begrüßen zu können – oder wie es Thorsten Stelzner formuliert: “Dreifaltigkeit im Gewerkschaftshaus: ver.di, IG Metall und DGB vereint in einem Programm ‘Von Stinkern und Schleimern und Dichter an der Arbeit’. Das hat doch was! Ich hoffe wir sehen uns …”

2008
Nov 12

Ganz frisch, fast noch warm sind heute die CD eingetroffen und die ersten 300 Exemplare sind schon verkauft, verpackt, verschickt…. so kann das laufen! Wer nicht bis zur Präsentation warten kann oder will, der kann jetzt und hier sofort bestellen, 12,– € inclusive Verpackung, Porto, Signatur und das Meisterwerk geht sofort zur Post – spätestens zwei Tage und das Ding liegt im Kasten.

ACHTUNG LYRIK !! Dichter an der Arbeit !

TS, 5. November 2008, 11:25
2008
Nov 5

Vorsicht Lyrik! - Dichter an die ArbeitUnd noch ein Meisterwerk der Illustration und Dichtkunst erblickt am 23. 11.08 um 17.30 Uhr im Gewerkschaftshaus das Licht der Welt. “ACHTUNG LYRIK!! Dichter an der Arbeit” … Von Thorsten Stelzner und Ingo Lehnhof, präsentiert und herausgegeben vom Deutschen Gewerkschaftsbund, kommt am 21.11.08 frisch aus dem Druck, pünktlich also, …. Dreifaltigkeit im Gewerkschaftshaus Ver.di, IGMetall und DGB vereint in einem Programm “Von Stinkern und Schleimern und Dichter an der Arbeit”.  Das hat doch was! Ich hoffe wir sehen uns….