Himmlische Verse mit teuflischem Inhalt

TS, 28. November 2009, 16:27
2009
Nov 28

Presseinformation vom 27. November 2009
Neues Buch von Thorsten Stelzner: Oh mein Gott, Gedichte!  014

Totensonntag 2009. Mein Gott, ist das düster hier! Tatort: Tapbar. Täter: Thorsten Stelzner. Schon wieder. Er hat ein Buch geschrieben. Schon wieder. Sein siebtes in 20 Jahren. Himmlische Verse hat er formuliert; mit teuflischem Inhalt. Nicht ganz neu, aber endlich vollständig. Jetzt will er sein Werk präsentieren, bei Kerzenschein und einer winzigen Leselampe – zunächst. Sein Publikum sind die üblichen Verdächtigen, Stelznerfans, denen die Gier nach donnernder Lyrik aus den Gesichtern springt. Stelzner überzieht, fängt nicht an. – Ein Ritual. Dann endlich kommt er, nicht Stelzner, sondern Tapbar-Besitzer Andreas. In knappen Worten stellt er seinen Freund, den Lyriker vor. Als wenn den hier einer noch nicht kennen würde. Doch der Dichter und Denker ist nicht da. „Auch so ein Ritual“, meint Andreas und deutet auf den stillen Ort. Aha. Nach 20 Jahren immer noch nervös. Der Zustand ändert sich schnell, als Stelzner seine ersten Zeilen liest: „Der Mensch braucht Bitterböses, Fieses, Mieses, Mysteriöses. Der Mensch braucht Nervenreiz und feuchte Hände und die stete Angst vorm Ende …“ – Ein finsteres gar drohendes Intro für ein Buch, das unter Christen durchaus als Gotteslästerung eingestuft werden könnte. Auf 32 Seiten rechnet der Mann, dessen Stimme einem Reibeisen ähnelt, mit unterwürfigem Gottglauben, dem Klerus, dem Papst mit seinem Hofstaate und Gott persönlich ab. Die Strafe folgt auf dem Fuße: Seine Lampe versagt den Dienst. Das Publikum aber scheint noch einen Draht zu dem zu haben, der da so vernichtend in Frage gestellt wird. Eine Taschenlampe hilft weiter, und Stelzner donnert seinen Zuhörern seine ganz persönlichen Zweifel um die Ohren: „Hat hier jemand Gott gesehen … Ich glaub nicht dran, mir fehlt die Phantasie, für mich ist glauben, ich denke nicht, und das konnt’ ich noch nie …“

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Ich kann jetzt auch Bilder …

TS, 26. November 2009, 14:39
2009
Nov 26

web_Titel und so sieht es aus, das neue Buch:

“Oh Mein Gott – Gedichte”

ISBN 978-3-00-029180-7

zu bestellen unter

 

ts@thorsten-stelzner.de

2. Leseprobe : " OH MEIN GOTT – Gedichte "

TS, 20. November 2009, 15:52
2009
Nov 20

Illustration: Ingo Lehnhof DER GÖTTLICHE BESUCH     2009

Der Mensch denkt, dass Gott lenkt.

Die Geschichte ist ganz simpel
und ziemlich schnell erzählt:
Der Dichter sitzt im Keller,
reimt und wirkt gequält.

Da steht ein nackter Kerl im Raum
und baut sich auf wie ´n Eichenbaum.

Leichenblass, total erschrocken,
den Dichter haut´s fast von den Socken.
Der Kerl spricht leise, lächelt süffisant:
„Bleib locker!” Und reicht ihm die Hand.
„Tschuldige, wenn ich dich störe,
doch wenn es stimmt, was ich so höre,
dann ist es wirklich an der Zeit
und wie gesagt, es tut mir leid.”

Der Dichter ist total verwirrt
und denkt: „Der Kerl hat sich verirrt,
was steht der hier in meinem Büro,
und überhaupt, was grinst der so?”

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Kinder wie die Zeit zergeht !

TS, 17. November 2009, 05:07
2009
Nov 17

Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät? Wie, schon wieder Dezember, wo ist es hin, das Jahr? 2009 – das Jubeljahr: 60 Jahre Bundesrepublik, 20 Jahre Mauerfall, und ich 15 Jahre verheiratet. Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt, denn er wird niemals alt. – Ich bin alt, so einfach aus dem Nix fast 50. Hätte mir vor dreißig Jahren jemand gesagt, dass ich überhaupt mal so alt werde, ich hätte ihn ausgelacht. Das gab der jugendliche Lebenswandel nun wirklich nicht her. Und jetzt? Jetzt sitze ich hier am Ende des Jahres, das gefühlt so schnell verpufft ist, wie damals die Sommerferien, und plane im Geiste schon mal locker für die nächsten zehn Jahre und weiter. „Och, wenn die Kinder dann erst mal aus dem Haus sind, dann sind wir ja noch nicht mal sechzig. Da können wir dann ja vielleicht noch…“ Überhaupt die Kinder, die Kinderzeit; Momo hilf! Mir hat irgendwer die Zeit geklaut.
Als unser Erster, also unser Ältester, zur Welt kam, blieben für uns alle Uhren des Universums erstmal stehen. Alles war so neu, alles ging irgendwie, natürlich auch bedingt durch den chronischen Schlafmangel, etwas langsamer vonstatten. Und die erste Omma-Kundin, die unsern Sohn in meinem Laden zu sehen bekam, blickte in den Kinderwagen und sprach mit gebrochener Stimme, es klang fast so wie der Fluch einer verstoßenen Feentante von Dornröschen: „Genieeeßen sie es, Herr Stelzner, genießeeen sie es

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Presse aus Bodenwerder

TS, 15. November 2009, 20:10
2009
Nov 15

auftakt_7_20091009_1227709085 …… Als „völlig unmusikalischer Pausenclown“ übernimmt der Lyriker und Satiriker Thorsten Stelzner. Der Mann hat den „umsonstesten Job der Welt“, ist Hausmann und umsorgt eine Frau, vier Kinder und einen Hund. Klar, dass so jemand viel zu erzählen hat – und auch selbst nicht zu kurz kommen darf. Neue Kraft schöpft der Vielbeschäftigte aus seiner „Ego-Kur“ („Dieser Wuchs, diese Kraft, jede Zelle voller Leidenschaft“).
Während diese selbstverliebte Nummer eher zum Schmunzeln lockt, ist das Kündigungsschreiben der „Planeten Holding GmbH“ an die Menschheit schon von anderem Kaliber. Da will das Lachen gar nicht mehr ganz so unbedarft gelingen, wenn „Firma Göttlich & Sohn“ ihren langjährigen Mietern kündigt, weil sie „wie die Vandalen“ auf der Erde gehaust und ihre einst paradiesische Behausung zur Kloake haben verkommen lassen… Schön anzuhören, weil scharfsinnig beobachtet und treffsicher formuliert, sind auch Stelzners Charakterstudien über den „ZM“, den zivilisierten Menschen. Ob beim Arzt, als „Ampel-Spanner“ oder im Diätwahn – in jedem von uns steckt ein bisschen vom „ZM“……

http://www.dewezet.de/portal/lokales/aktuell-vor-ort/bodenwerder_Da-perlen-die-Toene-nur-so-in-den-Saal-_arid,192751.html

Ohne Kommentar:

TS, 12. November 2009, 12:01
2009
Nov 12

Gotteslästerung gilt in vielen Religionen als schweres religiöses Vergehen, wenn es die eigene Religion betrifft. Sie ist in vielen Staaten mit Staatsreligion auch heute noch eine Straftat, die in manchen dieser Staaten sogar mit der Todesstrafe bestraft werden kann, z.B. in den vom Islam geprägten Ländern Saudi-Arabien, Pakistan, Afghanistan und Iran. Ob und in welchem Umfang bestimmte Handlungen oder Äußerungen als „Blasphemie“ gelten, hängt von den rechtsgültigen Kriterien für ihre Feststellung und vom Stellenwert religiöser Traditionen und Wertorientierungen in einer Gesellschaft ab. Diese können sich schon innerhalb der Geschichte einer Religion stark wandeln. 

Freunde, es ist soweit !!

TS, 12. November 2009, 11:31
2009
Nov 12

Ein neues Werk erblickt am 22.11.09 das Licht der Welt “Oh mein Gott Gedichte” – göttliche Gedichte und teuflische Texte – pünktlich zum 20jährigen Hinterzimmer-Bühnen-Jubiläum!

Vor zwanzig Jahren uraufgeführt im RIZZ-Palace, vor zehn Jahren zur Vollendung gelangt im KAMEO, findet es sich heute erstmals in einer eigens dafür geschaffenen Sammlung wieder, vereint mit allen Texten, die von Gott und der Welt handeln. Kassiker, fast vergessene aber auch druckfrische neue Werke werden natürlich am TOTENSONNTAG, 22.11.09 ab 19.00 Uhr in der TAPBAR in der Stecherstrasse präsentiert.

Und wie kann es anders sein das ganze Heft natürlich wieder meisterhaft illustriert von keinem geringeren als INGO LEHNHOF.

Und das ganze mit freundlicher Unterstützung von Ver.di Region Süd-Ost Niedersachsen und der IGMetall Jugend Bezirk Berlin Brandenburg Sachsen!

Dankeschöööön!

Ich freue mich auf Euch

göttliche Grüße

Thorsten Stelzner

Die 9. Nacht der leisen Töne

TS, 12. November 2009, 11:05
2009
Nov 12

 

findet am Freitag, den 13. November 2009 im Gasthaus
Mittendorf in Buchhagen statt.
Einlass: 19.00 Uhr Beginn: 20.00 Uhr

Gastgeber sind der Liedermacher Werner Lämmerhirt und der Kunst- und Kulturverein Kultini e.V.

Zu unseren Gästen zählen: Timon Hoffmann, Joscho Stephan und
der Satiriker Thorsten Stelzner

 

Infos unter www.kultini.de   u. unter http://www.kultini.de/sggif/sg61953.pdf

Leseprobe – “Oh mein Gott – Gedichte”

TS, 9. November 2009, 16:05
2009
Nov 9

GOTT GESEHEN?

Hat hier jemand Gott gesehen, ich mein´ den aktuellen,
zu dem sie sonntags beten gehen und dem sie Fragen stellen.
Hat ihn irgendwer getroffen, das könnte mir schon helfen,
es geht mir mit dem lieben Gott wie mit den Zauberelfen.
Ich glaub nicht dran, ich kann das nicht, mir fehlt die Phantasie,
für mich heißt glauben, ich denke nicht, und das konnt´ ich noch nie.

Ich kann ihn mir nicht vorstellen, als alten Mann mit Bart,
der, nur um uns zu imponieren, sich mit Maria paart,
der seinen Sohn ans Kreuz hau´n lässt und zusieht wie der stirbt,
und dann bei uns mit den Geboten für Nächstenliebe wirbt.

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Lesung am 20. Jahrestag des Mauerfalls

TS, 9. November 2009, 11:26
2009
Nov 9

im Riedelsaal der Volkshochschule Hildesheim, Pfaffenstieg 4-5.  Am 9. November 2009  ab 18.00 Uhr :  Stelzner liest zu diesem Anlass seinen ersten jemals veröffentlichten Text aus dem Jahr 1989 !

TYPISCH DEUTSCHES DEUTSCHLAND

Es ist wieder so wie damals,
es ist wieder mal so weit,
40 Jahre doppelt-deutsch
war zu wenig Zeit.

In den Diskotheken, DSCF0002
in der Straßenbahn,
auf den Fußballplätzen
Deutscher Größenwahn.

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