Stelzner lästert, stänkert und schleimt.

TS, 28. Februar 2010, 18:07
2010
Feb 28

INGO1_72 Satirefest in der Brunsviga: Lyriker und Satiriker Thorsten Stelzner am Sonntag, 14. Februar zu Gast.

Braunschweig (eb). 2010 ist ein richtig gutes Jahr, um kräftig abzulästern, rumzustänkern oder zur Abwechslung auch mal zu schleimen. „Hä? Das kann ich immer“, meint der Braunschweiger Lyriker und Satiriker Thorsten Stelzner. Stimmt, ganz besonders zum Satirefest am 14. März in der Brunsviga. Denn Themen findet der Mann, für den Punkt und Komma Fremdworte sind, immer, sozusagen auf der Straße oder während diverser Anlässe, wie Neujahrsempfängen. Man muss sie nur aufheben und -schreiben, zielgruppenorientiert sortieren und wohldosiert an Frau und Mann bringen. Ach ja? Na gut: Wohldosiert vergessen wir mal. Zielgruppenorientiert… Ja, das ist neu beim Stelzner 2010. Er lästert klientelgerecht. Über wen oder mit wem? Das sollte sich jeder selber anhören. Und nicht vergessen: Der Donner des Satirikers aus dem unscheinbaren Timmerlah erreicht sie alle, die großen und die kleinen, die verbeamteten und die politischen Ohren! Thorsten Stelzner: Von Stinkern und Schleimern 2010. Der Name ist, wie immer, Programm! 17.30 Uhr geht’s los.

Zeitreise im Dreiklang

TS, 28. Februar 2010, 05:45
2010
Feb 28

Zeitreise im Dreiklang.
Schwere Zeiten, zeitlose Kunst: Lyrik, Lied und Karikatur aus vier Jahrzehnten.

Braunschweig (eb). Was haben die Jahrgänge 1909, 1919, 1929 und 1939 gemein? Sie markieren vier Jahrzehnte deutsche Geschichte, die das Land nachhaltig verändert haben. Sie sind zugleich die Zielkoordinaten für eine Zeitreise der etwas anderen Art, eingegeben von den drei Herren Gundolf Algermissen, Thorsten Stelzner und Erik-Jan Beyen. Unter dem Motto „Schwere Zeiten, zeitlose Kunst“ präsentieren sie Lyrik, Lied und Karikatur im Geiste von vier extremen Jahrzehnten. Zu Karikaturen aus dem Simplicissimus, gezeigt und kommentiert vom Gewerkschafter Algermissen, liest der Lyriker Stelzner unter anderem Texte von Bertolt Brecht und Kurt Tucholsky, während der Journalist Beyen zum Beispiel Heinz Rühmann und Ernst Busch interpretiert. Vier Jahrzehnte in gut zwei Stunden, gespickt mit Kontrasten und fundiertem Wissen. Die drei Herren nennen es ein „Experiment“ und starten ihre Zeitreise im Dreiklang am Donnerstag, 04. März, um 19 Uhr im Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte am Fallersleber-Tor-Wall 23 in Braunschweig. Der Eintritt ist frei. Der Geist sollte es auch sein.

2010
Feb 24

A4_Satire

Wer in den Genuss der Freundschaftstreuetimmerlahfamilienrabattkarten kommen möchte, für den gibt es folgende Möglichkeiten:

1.) Karte bestellen für 10,—€

oder

2.) Karte und ein Werk aus der umfangreichen Publikationsliste auswählen und bestellen. Das Kombipaket gibt es dann für 15,—€ .

Dann einfach mailden an:

ts@thorsten-stelzner.de oder thusi.stelzner@t-online.de

7. Türchen – kleines Rätsel –

TS, 22. Februar 2010, 12:30
2010
Feb 22

Kohl besorgt die Kohle
Schieble schäubt sie weg
Kanther kannte alle
auch den wahren Zweck

Leisler wird schon etwas leiser
doch sein smiling kiept noch immer
irgendwann, dass weiß er,
wird es eh noch schlimmer

Merkel merkt´s
und spricht von Klarheit
Blüm weiß längst
was ihnen blüht

Rühe fordert endlich Ruhe
und wirkt nicht so ausgerüht
Koch kocht weiterhin sein Süppchen
das die Hessen fressen sollen,
Geißler geißelt Vodoo-Püppchen
und verteilt im Geist die Rollen

Biedenkopf schüttelt sein
Biederköpfchen
und hält sich diskret zurück
denn er glaubt –
schreibt Schreiber alles,
lächelt ihm das große Glück..

Kohl besorgte nur die Kohle
und verkohlte die Nation
doch er handelte stets christlich
nur im Sinne der Union.

Teekesselchen:
Mein Deutschland ist helle
mein Deutschland hat Mut.
Mein Deutschland hat Helmut
und das ist nicht gut !

Wer von denen sitzt heute wo?

Erscheint im März 2010

TS, 21. Februar 2010, 15:58
2010
Feb 21

3 Peter Sodann (Hrsg.) Schlitzohren und Halunken – von Ackermann bis Zumwinkel Ein Almanach der Missetaten ISBN 978-3-359-02247-3 192 Seiten 12,0 x 19,0 cm mit Abb. geb. erscheint März 2010 Preis 12,95 € Sie nennen sich Manager, und genauso sehn sie auch aus: Bänker, Bängster und Bonus-Banditen, die für Renditen unter 50 Prozent gar nicht erst aufstehen und sich jedes ihrer Finanzverbrechen vom Steuerzahler fürstlich honorieren lassen. Die Glaubwürdigkeitsbarone der politischen Klasse wiederum reden, wenn der Tag lang ist, soviel Blech, dass sie aus metallurgischen Gründen jederzeit bei der IG Metall willkommen sein müssten. Aber nicht mehr lange. In diesem Almanach sind sie verzeichnet, die Schlitzohren und Halunken. Endlich kommt Licht ins Dunkel. Deutsche Täter, Leugnen ist zwecklos. Händy hoch

Und Stelzners Weicheier sind dabei !!

6. Türchen

TS, 21. Februar 2010, 13:53
2010
Feb 21

Also damals schon, mein Blick sagt mehr als tausend Worte, und mein AmpelHampel hört genau hin, ich brauche gar nicht an der Strippe zu ziehen.. Wieder dieses unhörbare Geblöke, genau wie damals : “Willste auffe Fresse?“ … Ich denke nur und so guck ich auch : “Wie kann man nur so blöd sein, zu glauben, dass der  andere jetzt ja sagt?”  Er fuchtelt mit dem rechten Arm in der Luft rum, Mittelfingergruß und verheddert sich im Duftbaum. Und ich lache. Und  er kocht. Ich weiß, vor vielleicht knapp 200Jahren in Nevada, wir beide mit unseren Kutschen an der Kreuzung, er hätte mich erschossen, wenn er sich nicht in seinem Duftbaum verheddert hätte…

Oh du Udo … !

TS, 19. Februar 2010, 14:11
2010
Feb 19

5. Türchen

TS, 19. Februar 2010, 11:05
2010
Feb 19

Also Wartezimmer: Ein Rudel rotzender, hustender, röchelnder Kleinkinder, die nur ein Ziel zu haben scheinen, denn aus ihren glasigen rotumränderten Augen trieft wilde Entschlossenheit. „Wir sind klein, unsere Bazillen und Viren sind noch viel kleiner, aber zusammen machen wir dich fertig!“ Hemmungslos schleudern sie ihre kleinen Verbündeten in die Außenwelt, mit Schallgeschwindigkeit! Wenn sie befürchten müssen, „Wir sind zu weit weg! Der Nieser ist auf halben Weg verreckt, dann rotzen sie in ihre Tentakeln und schmieren dir ihre kontaminierte Ursuppe aufs Knie: „Hallo, hallo.“ Ganz scheinheilig lächeln sie dich an, in der Gewissheit: „Jetzt hat er´s auch!“ Und richtig: Zwei Tage später lag ich im Sterben. – Ich hatte doch noch soviel vor

4.Türchen

TS, 17. Februar 2010, 14:46
2010
Feb 17

Also, wie verhindert man am besten, dass die sich mit diesen schlecht gemachten, völlig verpixelten Gewaltvideos auf ihrem fuzzeligen Handybildschirm die Augen verderben? Klar, indem man ihnen erst die echten Waffen verpasst, sie dann dabei filmt, wie sie ihren Schulhof leerschroten und ihnen dann abends in der Tagesschau die scharfgestochenen Bilder zum Abendbrot serviert. Die kann man dann schön auf DVD brennen und beim nächsten Faustlos-Projektnachmittag in der Aula zeigen. Das wirkt mit Sicherheit.

2. u. 3. Türchen Clicclac März

TS, 16. Februar 2010, 12:20
2010
Feb 16

Es wird gegessen was auf den Tisch kommt (von wem?)
Oder Kinder machen Eltern dick !!

Ich habe in den letzten 15 Jahren, in denen ich verheiratet bin, drei Kinder gezeugt und 15 Kilo zugenommen. Das sind fünf Kilo pro Kind! Und ich bin mir sicher, dass ich ohne Kinder nicht so fett geworden wäre. Denn ….. dazu später. Erforschen wir zuerst die Ursache dafür, dass ich tatsächlich alles esse, was auf den Tisch kommt:
Als ich klein war – ist verdammt lange her, aber ich kann mich immer noch daran erinnern, was beweist, dass das einen ungeheuren Eindruck auf mich gemacht hat – hieß es immer:  „Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt und zwar alles und komplett. Und solange du deine Füße …“ Ach nee, das war eine andere Geschichte. Das kam später. – Jedenfalls: Aufessen war Pflicht, weil sich ja die Kinder in der dritten Welt, in Afrika und so, über meine Reste freuen würden … Auch, wenn das ganze drei Wochen unterwegs ist? … Na ja – ich weiß ja nicht, aber egal.
Aber sie hatten  ja auch nicht nur moralische Kniffe auf Lager. Nee, es gab auch diesen fiesen, miesen und hinterlistigen Tellertrick . Kennt den jemand von euch aus seiner Kindheit? Bitte, bitte, gebt mir nicht das Gefühl, ich sei das einzige Opfer der Motivteller geworden:
Rotkäppchen war´s, bei mir. Ein schöner, natürlich viel zu tiefer, Teller, auf dessen Grund ein Bild von Rotkäppchen, Großmutters Datsche und dem bösen Wolf gepinselt war. Und immer, wenn ich nicht mehr wollte, nicht mehr konnte, dann kamen sie mit ihrer Mitleidsnummer: „Och guck mal, das kleine Rotkäppchen, das is’ ja noch gar nicht zu sehen. Och menno, iss doch wenigstens bis das Rotkäppchen guckt!“ – Ich war auch damals schon ein richtiger Junge, und Rotkäppchen war mir ziemlich egal. Welcher Bengel steht schon auf so´ne Streberpüppi mit Kopftuch, Faltenrock und Kniestrümpfen. Aber ich aß trotzdem weiter und malte mir aus, irgendwann, wenn ich aufgegessen habe – erwische ich grade noch den Wolf, wie er das Rotkäppchen verschlingt und knurrt: „Aufgegessen!“
Aber nix! Und so aß ich brav alles auf, war ein lieber Junge und geschädigt fürs Leben, in zweierlei Hinsicht: Zum einen aufs Aufessen geprägt, zum anderen war mir aber auch damals schon klar : Ich mach das mal ganz ganz anders – mit meinen Kindern!“ Keine gruselige Dritteweltsschlechtegewissensnummer und keine Motivteller. Und wer satt ist, hört auf zu essen, außer mir natürlich. Und da schließt sich jetzt der Kreis.
Denn wenn wir heute essen,

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