2010
Feb15

Presseinformation 02/ 2010-01
Oberkellner Stelzner und die Geschichte vom notorischen Aufesser

Braunschweig (eb). Schon wieder der Stelzner. Es gibt wohl kaum ein Thema, das er nicht bedienen könnte, keine Ausrede oder Begründung, um die dieser Mann verlegen wäre. Auch nicht beim DEHOGA, Deutscher Hotel- und Gaststätten-Verband. Der hatte den Oberkellner der Lyrik und Satire geladen, um dem Bundeswettstreit der Jungkellner und –köche in Braunschweig eine besondere Note zu verleihen. Nun mag man von Thorsten Stelzner halten, was man will, aber er ist sich nicht zu schade, aus den Tiefen seiner in Zügen traumatisch wirkenden Kindheitserfahrungen zu schreiben. Man braucht schließlich eine Begründung für das Hier und Jetzt. Warum also, so fragt er sich in aller Öffentlichkeit, ist er so dick? Erklärung gefällig? Bitteschön: Er musste als kleiner Junge immer alles aufessen, egal, was sich da auf dem Teller herumgedrückt hat. Das will man ihm glauben. Aber dann kommt es richtig dick für den kleinen Thorsten: Er hatte nämlich einen Motivteller mit Rotkäppchen und dem bösen Wolf. Das schädigt einen Jungen durchaus fürs Leben. Also, der Stelzner als Bube hat immer gegessen, bis er diesen fiesen Wolf gesehen hat,

nur in der Hoffnung, das Monster möge ihn vom Rotkäppchen befreien. Ein echter Kerl kann damit doch nichts anfangen.
Die Geschichte des Oberkellners Stelzner beim Bundeswettbewerb des DEHOGA nimmt ihren Lauf. Situation vor Ort: 150 geladene Gäste, mehr oder weniger wichtig, lassen sich fürstlich von den Jungkellnern(innen) und Jungköchen(-innen) bedienen und sollen nun über den Sieger des Abends, also den besten Kellner oder die beste Kellnerin abtimmen. Angespannte Atmosphäre. Die Eltern der jungen Servicekräfte sind auch schon da, einige in Jogginghose. Eine ganze Stunde soll die Auswertung dauern. Eine geschlagene, eine tote Stunde, wenn da nicht der Braunschweiger Lyriker und Satiriker gekommen wäre. Und der hat immer ein paar krachende Worte für sein Publikum über. Zunächst aber spannt er jenen Bogen aus seiner Kindheit in die Gegenwart. Die Sache mit dem Motivteller habe, so Stelzner, bis heute Folgen. Er sei zum notorischen Aufesser geworden, natürlich auch aus Anstand, Rücksicht und Selbstschutz. Anstand, weil kein Kellner gern halb volle Teller sieht. Raunen im Saal. Rücksicht, weil schließlich die Kinder in den armen Ländern… Selbstschutz, weil das hungrige Rudel Familie jede Schwäche des Leitwolfs gnadenlos ausnutzen würde. Darum sei er dick. Was der so dick nennt…

Der Bogen für die Stunde Kurzweil in Reim und Satire ist gespannt, wenngleich das Publikum des Abends die Vorspeise des Oberkellners nicht so recht verdauen mag. Aber dann kommt es richtig fett: der Hauptgang. Der Satiriker wäscht ihnen gründlich den Kopf, besser, sein ZM, der Zivilisierte Mensch bearbeitet sich mit derart viel Sondermüll, dass jedem Zuhörer das gerade verspeiste …. Gut, gegessen, der nächste Gang. Es wird abgenommen. Die ZM-Diät. Und schon wieder könnte man den Eindruck haben, als hätte der eine oder andere einen Happen zu viel im Bauch.
Thorsten Stelzner serviert den Geladenen noch so manche satirische Kost und nimmt sie als Nachspeise mit auf die Reise zur ISS: Kindergeburtstage werden zum Mega-Event. Dann ist Schluss. Eine Stunde Spezialmenü vom Oberkellner aus Timmerlah. Wer das nicht verträgt, leidet wohl unter einem nervösen Magen.

www.thorsten-stelzner.de
ts@thorsten-stelzner.de

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