2010
Aug 8

TF00002-Rotwangen-schmuck-Schildkroete „Papa!?“ Das klang irgendwie noch ziemlich normal und unverdächtig. „Paapaa!?“ „Jaaha?“ „Duu Papa, ich wollte doch nach den Ferien noch meinen Geburtstag nachfeiern.“ So war das geplant. „Joh, und?“ „Na, wieviele darf ich denn einladen?“ „Ja, wen willst du denn so einladen?“ „Naja…“ Da hätte ich stutzig werden müssen, glaubte aber dieses „Naja“ würde sich mehr auf die Anzahl der Gäste und nicht auf ihr Geschlecht beziehen. „Na, sag schon.“ „Ich möchte gern, Pia, Vero, Feli, Marlene, Wibke …“ Ich muss gestehen, ich höre bei sowas nie wirklich richtig zu. Doch plötzlich wurde meine Aufmerksamkeit durch eine kleine aber dennoch gravierende phonetische Unregelmäßigkeit geweckt. Ich schreckte hoch: „ …Tim, Theo, Daniel und natürlich Felix einladen.“ Was war das denn?! Solche Namen kamen vorher in unserer Beziehung gar nicht vor: Jungennamen! – Jungen; also überhaupt: „Die sind bescheuert, die machen nur Mist, die stänkern, die sind bekloppt.“ Zitat Ende. Das fand ich auch ganz prima. Ich war ja auch schließlich die einzige Ausnahme. Und nun, was war geschehen.
Ich blickte über meinen Zeitungsrand hinweg und sah – Donnerwetter, wann war das denn passiert? – ein verdammt hübsches, charmantes, schlank und großgewachsenes junges Mädel mit leicht fraulichen Ansätzen, das einst meine kleine, süße, verspielte Tochter gewesen war, mit einem entwaffnenden Lächeln mir gegenüberstehen. „Is’ was?“ Ich kämpfte um Lässigkeit . „Nööö, was soll denn sein? Was wollt ihr denn so machen?“ „Na, Party, was ’n sonst?“

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