Morgen in der Volksstimme
……. Um 16 Uhr beginnt die Abschlussveranstaltung auf dem Holzmarkt. Es sind
kurze Redebeiträge vorgesehen, unter anderem von Prof. Dr. Angela Kolb,
Ministerin der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt, und Angelika Zädow,
Superintendentin des Kirchenkreises Halberstadt, sowie Prof. Dr. Rainer
Neugebauer vom Bürgerbündnis. Dazwischen ist Thorsten Stelzner,
Satiriker und Poet aus Braunschweig, zu hören. Den Schlusspunkt setzt
die Halberstädter Band „Plaid Shirts“ mit bekannten Rock- und
Bluestiteln aus den 60er, 70er und 80er Jahren.
„Jeder, der für Demokratie, Menschlichkeit und das friedliche
Zusammenleben eintritt, sich gegen Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und vor
allem Rechtsextremismus wendet, ist an dem Tag gefragt. Egal ob mit dem
Rad oder zu Fuß, Hauptsache Halberstadt bewegt sich“, lädt Rainer
Straubing im Namen des DGB und des Bürgerbündnisses ein.
"Halberstadt bewegt sich" gegen rechten Aufmarsch Demo und Rallye durch die Domstadt
Demo und Rallye durch die Domstadt
Halberstadt. Der DGB und das Bürgerbündnis für ein gewaltfreies
Halberstadt reagieren auf einen Aufruf der Jungen Nationalen (JN), der
Jugendorganisation der NPD, die am Sonnabend, 2. Oktober, durch
Halberstadt ziehen wollen. Gemeinsam mit anderen demokratischen Kräften
organisieren sie an diesen Tag eine Gegenveranstaltung unter dem Motto
"Halberstadt bewegt sich", zu der sie alle Bewohnern der Kreisstadt und
der Nordharzregion einladen, die gegen einen Aufmarsch der Rechten sind.
"Wir wollen vielen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, sich
mit einzubringen", so Gewerkschaftssekretär Reiner Straubing, "durch
ihre Teilnahme setzten sie nicht nur ein Zeichen für Demokratie, ganz
nebenbei bekommen sie Kontakt zu Gleichgesinnten und lernen auch ihre
Stadt besser kennen."
Denn bei "Halberstadt bewegt sich" soll es unter anderem sportlich
zugehen. Dabei bildet eine Fahrradrallye, die durch das gesamte
Stadtgebiet führt, den Rahmen dieses Aktionstages. Entlang der Strecke
befinden sich auf bekannten Plätzen nicht nur Stempelstellen, hier
erwartet die Teilnehmer zudem eine Vielzahl von sportlichen und
kulturellen Angeboten sowie Informationsstände und Redebeiträge.
Vereine, Schulen und Einrichtungen, darunter der evangelische
Kirchenkreis, das Nordharzer Städtebundtheater und die
Moses-Mendelssohn-Akademie, beteiligen sich und wollen damit erneut
öffentlich demonstrieren, dass sie rechte Demonstrationen in Halberstadt
und im Harzkreis nicht haben wollen.
So wie im April 2006, als Tausende friedliebende Menschen unter dem
Motto "Halberstadt ist bunt, nicht braun" durch Halberstadts Straßen
zogen. Oder als nach zahlreichen gewalttätigen Übergriffen von
rechtsextremen Tätern, insbesondere dem Überfall rechter Gewalttäter auf
eine Theatergruppe im Jahre 2007, Demokraten alle öffentlichen Plätze
besetzten und deutlich sagten "Es reicht!".
"Jeder, der für Demokratie, Menschlichkeit und das friedliche
Zusammenleben eintritt, sich gegen Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und vor
allem Rechtsextremismus wendet, ist an dem Tag gefragt. Egal ob mit dem
Rad oder zu Fuß, Hauptsache Halberstadt bewegt sich", so Reiner
Straubing, bei dem die organisatorischen Fäden zusammenlaufen.
Treffpunkt ist am Sonnabend, 2. Oktober, auf der Grünfläche am
Hauptbahnhof. Lokale Politiker werden dort um 12 Uhr den Aktionstag
eröffnen und anschließend den Demonstrationszug durch die Stadt starten.
Zugleich beginnt die Fahrradrallye, deren Weg nicht zwingend
vorgeschrieben ist.
Die konkreten Angebote an der Strecke, wie Sportwettkämpfe,
Theateraktionen, Lesungen und Ausstellungen, werden rechtzeitig in der
Presse bekannt gegeben. Den Abschluss des Aktionstages bildet eine
Kundgebung im Stadtzentrum. Dort bietet auch die Verkehrswacht eine
Fahrradkodierung an und die Band "Plaid Shirts" sorgt für musikalische
Unterhaltung.
VON STINKERN, SCHLEIMERN UND WIEDERHOLUNGSTÄTERN DAS NEUE PROGRAMM
Sonntag, 13.03.2011 BRUNSVIGA 8.SATIREFEST
Brunsviga macht süchtig. Das gilt ganz offensichtlich nicht nur für das Publikum, sondern auch für die Künstler. Bereits zum fünften Mal schlägt nämlich der Braunschweiger Satiriker, Lyriker und Kolumnist Thorsten Stelzner auf den Brettern, die in Braunschweig die Kultur bedeuten, auf. Und damit ist auch schon fast alles gesagt. Das neue „Neue Programm" wird wieder genau so sein: eine bitterböse, fiese, sarkastische Abhandlung über Stinker, Schleimer, Weicheier, Nörgler, 10 kleine Streberlein und Wiederholungstäter – mal als ungereimte Satire, mal als satirische Lyrik, auf die man sich keinen Reim machen kann, oder auch als klassische Kolumne, die ihren ironischen Witz aus dem Alltäglichen zaubert. Also, wie schon in den Jahren zuvor, ein rasanter Abend mit mindestens 20.000 Worten in 2 Stunden und gut 30 neuen uraufgeführten Texten. Und für alle, die eine Ahnung davon haben wollen, was da auf sie zukommt, hier ein paar Pressestimmen über den Mann mit der Reibeisenstimme, der seine Wortpfeile schnell wie ein Ferrari verschickt – treffsicher. Bitteschön: „Wenn man Stelzners, rauer, kerniger Stimme beim Granteln zuhört, kommen seine Texte so lebendig herüber wie eben aus dem Bauch heraus drauflosgepoltert. Das verleiht der satirischen Überdehnung Kraft." „In atemberaubenden Tempo, gewissermaßen der Ferrari unter den kaberettistischen Wortjongleuren, verpasst Stelzner dem Homo-Konsumenti und Normalo-Sapiens eine Ohrfeige nach der anderen." „ Für seine bösartigen, niederträchtigen satanisch-satirischen Verse ist Stelzner mittlerweile bekannt." Ja, wenn die das sagen. Vorgeschmack gefällig? Den gibt’s hier, und natürlich auch weitere Infos: www.thorsten-stelzner.de