Oh mein Gott – Gedichte im B58
Pressetext zum Buch
„Der Mensch braucht Bitterböses, Fieses, Mieses, Mysteriöses. Der Mensch braucht Nervenreiz und feuchte Hände und die stete Angst vorm Ende …“ – Ein finsteres gar drohendes Intro für ein Buch, das unter Christen durchaus als Gotteslästerung eingestuft werden könnte. Auf 32 Seiten rechnet der Mann, dessen Stimme einem Reibeisen ähnelt, mit unterwürfigem Gottglauben, dem Klerus, dem Papst mit seinem Hofstaate und Gott persönlich ab. Die Strafe folgt auf dem Fuße: Seine Lampe versagt den Dienst. Das Publikum aber scheint noch einen Draht zu dem zu haben, der da so vernichtend in Frage gestellt wird. Eine Taschenlampe hilft weiter, und Stelzner donnert den Zuhörern seine ganz persönlichen Zweifel um die Ohren: „Hat hier jemand Gott gesehen … Ich glaub nicht dran, mir fehlt die Phantasie, für mich ist glauben, ich denke nicht, und das konnt’ ich noch nie …“
Stelzners neuestes Werk ist ein gewaltiger Schuss gegen bewusste Manipulation, Verdummung und gegen den Menschen selber. Denn als Gott erledigt ist und auch die anderen Götter zum Teufel gejagt waren, flattert dem Zuhörer oder Lese des Buches ein Brief der „Planeten-Holding“ um die Ohren, gezeichnet von G Punkt Öttlich. Der Mietvertrag zwischen Menschheit und Gottheit sei gekündigt. Man habe die Mietsache „Welt“ zerstört. Und darum müssten die Menschen diesen Planeten verlassen, bitte wie am ersten Tag. 2012 lässt grüßen.
Wer nun glaubt, „Oh mein Gott, Gedichte“ sei eine lose Ansammlung von Versen,