Thorsten-Stelzner.de » Blog Archive » Männerbewegung contra Frauentag, oder mehr Stil in den Hausmänneralltag !!
  

Im März ist wieder Anti-Männertag. Am 8. März wird das 100jährige
Jubiläum des internationalen Frauentages gefeiert. Und das ist  falsch. 
Denn der erste Frauentag wurde 1911, und jetzt kommt es, am  19.März
zelebriert. Und das ist nun mal mein Geburtstag. Also, jetzt  nicht 1911. 
Ich war nicht live dabei, aber der 19. März, das ist  mein Geburtstag.
Das erklärt vielleicht, warum ich so ein Hardcore- Feminist bin und
fordert einen Hausmann und Kolumnisten natürlich  ganz besonders heraus,
sich mit dieser Thematik gerade in der März- Kolumne auseinander zu 
setzen.
Also, kein Problem, der Frauentag ist schon eine ganz anständige 
Institution. Was soll ich sagen? Wie viele Frauen lesen Clicclac und  wie 
viele kommen am 13. März in die Brunsviga? Da ist schon klar, wo  ich 
stehe. Aber nach hundert Jahren international und nach ca. 10  Jahren 
persönlich, wird es Zeit, jedenfalls für mich, das eine oder  andere auch 
mal zurecht zu rücken:

 

Emanzipation, Gleichberechtigung, Rollentausch – alles, wirklich,  alles
überhaupt keine große Angelegenheit für mich. Mein Pseudonym  ist: Alice
Blacker. Ich gehe darin auf. Ich finde es spitze, dass  jetzt mal die
Frauen dran sind. Sollen die doch: morgens glatt  rasiert, in Sakkos
gezwängt, Schuhe poliert, Aktentasche  geschultert. Das können sie

sowieso besser: Tasche tragen, ins Büro  schlappen. Mein Ziel war das
nie. Wenn das die Sache mit der  Emanzipation ausmacht, dann mal los.
Männer seid doch nicht so  blöde, zahlt den Frauen genug, macht Platz und Sitz und bleibt zu
Hause. Ich weiß wovon ich  rede.
Sie wollen es doch so…
Nur, dann bitte auch konsequent. Denn wenn ich schon zu hause  bleibe,
und da alles erledige, was früher reine Frauensache war,  dann, ja dann
will ich aber auch vernünftige Voraussetzungen  geschaffen haben. Es ist
nämlich wie immer in der Welt: Erst werden  Veränderungen gefordert, dann
wird drauflos reformiert, und dann  stehen die Betroffenen, die Opfer,
da, und keiner kümmert sich mehr  um die Auswirkungen.Ich backe zum
Beispiel wirklich gerne Kuchen,  ich wische, putze und koche. Aber wann
schießt sich die Industrie  denn endlich mal auf meine, auf unsere
Bedürfnisse ein?
Der Besen, der Wischmop -  nach hundert Jahren immer noch zu kurz.  Die
Spüle, die Arbeitsplatte, der Herd – immer noch zu niedrig.  Wirklich,
ich habe in meinem Leben lange Zeit schwer, wirklich  schwer körperlich
gearbeitet. Aber jetzt, wenn ich abwasche, dann  muss ich hinterher zum
Chiropraktiker. Ich krieg ´nen Buckel vom  Wischen. Frauen sind im
Durchschnitt 1,67Meter groß, Männer 1,75  Meter, und ich bin 1,82 Meter.
Das sind nur 15 cm, aber das reicht,  wenn es fehlt. Also, alles was ich

zu Hause benutze, ist zu klein…

Nicht alles! Aber so im Haushalt.
Und nicht nur das. Wo ich jetzt schon mal dabei bin: Ich möchte  endlich 
Küchengeräte mit ´nem richtigen Männersound, ich brauche  keinen
Mädchenmixer, der so vor sich hin quäkt, wie Celin Dion. Das  geht doch
bestimmt auch ein bisschen maskuliner, so ‘n sattes  Harleygewummere, und
natürlich mit richtig Druck. Sahne schlagen  geht auch schneller, wenn
die Umdrehungen stimmen.

Und noch was: Putzmittel – ich fühle mich da echt vernachlässigt.  Drei
Varianten gibt’s für Männer, mehr nicht: Der General, Meister  Propper
(Der heißt übrigens in Wirklichkeit Mister Pro-per, klingt  dann auch
nicht mehr ganz so männlich ),der weise Riese, und wenn  man etwas softer
drauf ist, geht auch schon mal Poliboy. Aber das  war’s. Alle anderen
haben Namen, die kann man als Kerl nicht kaufen.  Die klingen alle wie 
Slipeinlagen oder Bodylotions. Vanish, und das  dann noch in Pink! Ich
liebe Flecken, vergiss Pink.

Zum Schluss noch was direkt in Richtung Karrierefrauen: Auch das  brennt
mir schon lange unter den unlackierten Nägeln: Wenn die  Männer zu Hause
bleiben, dann seid ihr auch gefragt, wenn es ums  Heckeschneiden,
Reifenwechseln, Rasenmähen und die Initiative bei  Sex geht. Auch
Hausmänner wollen genommen werden und mal unten  liegen oder auch mal
Migräne haben müssen, weil ihnen das alles zu  viel wird.

Also: Hausmänner aller Länder vereinigt euch, steht auf, den  Wischmop
geschultert, und fordert endlich: längere Stile, härtere  Sounds und vor

allem mehr Umdrehungen.

Ein Kommentar

  1. DeiMum schrieb:

    ;D

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