2013
Mai 25

.. der subversive Blick unter die Vorhaut der Macht…


Unter den Satirikern und Lyrikern gibt es den Naturwissenschaftler-
Typen, dem der Schreibtisch zum Labor wird, wo er sich in die
Ingredienzien und kleinen filigranen Sprachmodule hineinbohrt, den
eigenen Biorhythmus trainierend auf die Naturnotwendigkeiten der
Schreibweise. Thomas Mann muss so eine Art Arbeit mit Felix Krull,
dem Hochstapler, antrainiert gehabt haben. Auch Robert Gernhardt
wird solche Abgeschiedenheit nachgesagt.
Und dann gibt es die Satiriker, die von den Clowns Kulturtechniken
übernehmen.
Bert Brecht ging mit Karl Valentin auf den Jahrmarkt, Shakespeare
selbst war Komödiant, als er auszog, die Spießer das Fürchten zu
lehren – sein King Lear stand in einem Wald, bzw. vor einem Schild,
auf das Shakespeare-Team „Wald“ gekritzelt hatte.
Komödiantische und satirische Kunst heisst nicht unbedingt:
Mit Hannibal über die Alpen ziehen. Die Fernsehkomödie oder das
Musical von heute, die die mittelärmere Konkurrenz in Material-
schlachten meint, unter und hinter sich ersticken zu können,
überdeckt ja oft nur den Schalk im wahrheitslüsternen Augenwinkel.
Thorsten Stelzner war mal Obsthändler. Das Hochnasenfeuilleton
wendet das zuweilen gegen ihn – und sich selbst unterwürfig
solchen blutarmen Eventkünstlern zu, die sich auch nur dem Eliten-
Feuilleton zuwenden.
(Inzucht kann man sowas nennen. Oder “Imperial und sein Knecht
Mainstream”)
Thorsten Stelzner hingegen könnte auch Aale verkaufen, oder
Pflanzentöpfe, und über jedem noch so stiefmütterlichen Blümchen
eine Show abziehen, einen Event für die sogenannten kleinen Leute,
auf dass sie sich bewegen, sich recken, größer werden, wenigstens
näher ranzugehen, um ihn besser zu hören.
Damit es Knack macht.
Verkäufer auf Märkten (da wo Märkte noch Märkte sind) bewundere
ich – und da weiss ich mich mit Villon und Brecht einig –
im Unterschied zum Feierton-Feuilleton der Tuis, Stelzner im
Unterschied zu Gestelztem. Er jongliert mit Fackeln aus den Händen
in den Mund, erfreut sich des Sprachrhythmus wie andere des ruhigen
Klangs ihres Fünfganggetriebes.
Der subversive Blick unter die Vorhaut der Macht, das karikierende
Abschätzen der Goliath-Keule, getarnt im Klamauk.
Um Thorsten sollte man einfach überall einen Jahrmarkt bauen!

“EGO-KUR” – Liederliche Lyrik!

TS, 21. Mai 2013, 05:17
2013
Mai 21

Die Neue CD zum 25jährigen Bühnenjubiläum und zum 50. Geburtstag erscheint die dritte Lyrik-CD.

61 Texte, die noch auf keiner CD zu finden sind, vom Künstler selbst gesprochen.

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Und so sieht sie aus !!

Und das sind die Titel :

1. Erste Schritte

2. Früher/Heute

3. Warum?

4. 1987

5. Überwacht

6. Zeichen

7. Typisch Deutsches Deutschland

8. Andere Welt

9. Wissen schafft Worte

10. Defekt

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http://wolfenbuettelheute.de/wolfenbuttel-lyriker-satiriker-und-kolumnist-thorsten-stelzner-im-artgeschoss/

 

Der Lyriker, Satiriker und Kolumnist Thorsten Stelzner kommt am 18.05.2013 in die Galerie Artgeschoss. Um 18.30 Uhr präsentiert der Autor, nun auch in seiner Geburtsstadt, sein neues Programm.

“Frontal 13″ – das ist der direkte Angriff auf den „Lobus Frontalis“, den größten Lappen im menschlichen Gehirn. Mit der Kopfnuss direkt auf den Stirnlappen und somit in das Zentrum des Schwachsinns. Zwei Stunden Programm, aus 20.000 Wörtern, die in die richtige Reih enfolge gebracht, kaum ein Thema auslassen. Da geht es im rasanten Wechsel um Diäten, als ständiges Schwanken zwischen brutto und netto. Da werden Lobeshymnen auf das Alter “gesungen” (Der Greis ist heiß). Auch äußerst politisch geht es zur Sache, wenn Stelzner anmerkt, dass die Eliten zwar ein “bedingungsloses Grundeinkommen” ablehnen, aber selbst das “Grundlose Einkommen” zur Bedingung machen.

Der Eintritt ist frei.

Pressestimmen:

In atemberaubendem Tempo, gewissermaßen der Ferrari unter den Wortjongleuren..

.. Es hagelt wunderschöne Lebensweisheiten aus der Sicht dessen, der aus der Schieflage der Welt vollkommene Klarsicht auf die selbe hat.

wenn man Stelzners rauer, kerniger Stimme beim Granteln zuhört, kommen seine Texte so lebendig herüber …das verleiht der satirischen Überdehnung Kraft… wortgewaltig !!

Klare “ WORTE GEGEN RECHTS!”

TS, 7. Mai 2013, 14:36
2013
Mai 7

Heute Abend – Bücherei – Braunschweig-Wenden – Heideblick 20 – 19.30 Uhr – Eintritt frei –

           

Einleitende Worte von Gundol fAlgermissen:

In der ersten Ankündigung zu diesem Abend hieß es,
„El Kurdi spricht deutsch – Worte gegen Rechts“
An diesem Abend seziert und zelebriert Hartmut El Kurdi („Der Viktualien-Araber“) die wichtigsten Themen der vergangen Monate.
Das war die Ankündigung bis zu Beginn der vergangenen Woche – krankheitsbedingte Absage machte die Anwesenheit von Herrn El Kurdii unmöglich.
Am 07.05. wird nun Thorsten Stelzner Prosa und Lyrik vortragen – nicht als Ersatz für Herrn El Kurdi, sondern als Künstler, der mit seinen Beiträgen einen Bogen schlägt vom 10. Mai 1933 – dem Tag der verbrannten Worte, der verbrannten Literatur – bis in die Gegenwart. Bei vielen Auftritten war Thorsten immer wieder als ein engagierter, streitbarer Akteur gegen Ausländerfeindlichkeit, Faschismus, kurz gegen rechte Tendenzen, zu erleben.
……

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