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	<title>Thorsten-Stelzner.de &#187; clicclac</title>
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	<description>Weblog des Braunschweiger Dichters Thorsten Stelzner</description>
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		<title>Urlaub? Ohne mich! Oder Thorsten allein zu Haus &#8211; Familiendrama in zwei Akten</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 11:08:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TS</dc:creator>
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		<category><![CDATA[clicclac]]></category>

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		<description><![CDATA[Böse, ganz böse, gute Freunde unterstellen mir zwar Vorsatz, aber ich schwöre, das war wirklich nicht geplant. Es hätte dann wahrscheinlich auch nicht funktioniert, denn es wäre einfach zu offensichtlich gewesen und ich hätte mit Sicherheit im Verlauf der Gespräche irgendwann an der falschen Stelle verräterisch gegrinst. Worum es geht? Na, um die diesjährige Urlaubsplanung.
Drehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Böse, ganz böse, gute Freunde unterstellen mir zwar Vorsatz, aber ich schwöre, das war wirklich nicht geplant. Es hätte dann wahrscheinlich auch nicht funktioniert, denn es wäre einfach zu offensichtlich gewesen und ich hätte mit Sicherheit im Verlauf der Gespräche irgendwann an der falschen Stelle verräterisch gegrinst. Worum es geht? Na, um die diesjährige Urlaubsplanung.<br />
Drehen wir die Zeit mal kurz drei Monate zurück. Es tagt der Familienrat. Wohin geht´s in den Urlaub? Gute Frage. Fünf Menschen, sechs Meinungen, sieben Ziele. Nur in einem waren sich 3/5, also die Mehrheit, absolut einig: Wir, das heißt die Kinder, wollten fliegen, endlich mal fliegen! Ich wollte das nicht, nie und niemals und auf keinen Fall mit der ganzen Familie. Mein Argument: „Stürzt der Vogel ab – alle ab ins Grab!”  (reimt sich wirklich nur zufällig). Und so ein bisschen eitel bin ich ja nun auch und finde, dass die Welt so ganz ohne unsere Erbmasse nur halb so schön wäre. Darum kein Flug, nicht und niemals &#8211; Punkt. Nun, ich bin zwar eitel und vernünftig, aber ich bin nicht stur und auch nicht besonders konsequent. Drei Stunden und etliche Bemühungen, Anflehungen und Statistiken später, meine Kapitulation: „ Meinetwegen, was soll´s, dann fliegen wir eben, ihr habt es ja so gewollt, aber jammert mir nicht hinterher die tauben Ohren voll, wenn wir dann wirklich alle tot sind.“<br />
Die Freude war riesig, der Dank noch größer, das hatte ich mir aber auch verdient. (Auf die Knie!) Also, suchen, fluchen, buchen!</p>
<p>Dann der entscheidende Moment. Alles geklärt, Ziel, Hotel, Termin, wirklich alles.<br />
Nur eines eben nicht. Plötzlich stand für alle unerwartet und völlig überraschend meine alles zunichte machende Frage im Raum: „Was ist mit dem Hund?“</p>
<p><span id="more-765"></span></p>
<p>Ich habe meine Beziehung zu meinem Hund ja schon das eine oder andere Mal beschrieben, aber nun ist es so, dass der Rest der Familie dieses einzigartige Wesen nicht weniger liebt als ich. Keiner von uns wollte unseren besten Freund in einer Tierpension oder gar in einer Transportbox, ruhig gespritzt im Laderaum, und am Ende dann noch in der heißen Sonne von Malle leiden sehen. Also kein Flug! Größer konnte die Enttäuschung nicht sein. Meine Chance aber auch nicht, also packte ich sie beim Schopf, mit leidender Mine, und gönnerhafter Geste rang ich mich schluchzend zu folgendem Vorschlag durch: „Dann fliegt halt ohne mich, dann bleibe ich eben bei meinem Hund.“<br />
Und was soll ich sagen, alle, wirklich alle waren sofort damit einverstanden. Ich weiß auch nicht, ob mir das jetzt zu denken geben sollte. Nun war die Freude, die Aussicht auf mindestens zehn Tage Ruhe, Frieden und wohlverdiente Einsamkeit aber auch so groß, dass für Selbstzweifel ( is´ eh nicht meine Disziplin) gar kein Raum war.<br />
Und sie buchten um und ohne mich. Schon jetzt begann eigentlich mein Urlaub, denn mit nix hatte ich jetzt noch irgendwas zu tun. Ich war das Opfer, ich brachte das Opfer, ich war der personifizierte Verzicht, der Großmut, der Gönner, ja der Märtyrer, mich musste man ab jetzt einfach nur noch lieben und in meinem Kummer in Ruhe lassen.<br />
Sie packten, sie flogen und ich blieb alleine, einsam, verlassen und glücklich zurück.<br />
Das war genial, das erste Mal seit 17 Jahren wieder alleiniger Herrscher über Zeit, Raum und Fernbedienung. Urlaub, wie er besser nicht sein kann. All Inclusive und das ohne sich auch nur einen Meter zu bewegen.</p>
<p>Tja, der erste Tag vermittelte auch genau diesen Eindruck. Ruhe, Stille, nur den Hund hörte ich atmen, ansonsten nichts, gar nichts. Das ist schon seltsam.<br />
Plötzlich kannst du tun, was du willst und vor allem, wann du willst und du könntest, wenn du es tätest, auch wirklich alles zu Ende tun, keiner unterbricht dich, keiner stört dich, alles ist möglich, du kannst alles tun und darum tust du erstmal nix. Aber auch das ist in Ordnung, das ist Urlaub, sie tun ja schließlich auch nichts.</p>
<p>Fortsetzung folgt &#8230;</p>
<p>Euer Thorsten Stelzner</p>
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		<title>Urlaubszeit: Deutschland macht sich d&#252;nne !</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 05:24:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Angenommen abnehmbar !
Ha! Ich hab’s geschafft! Ich habe mein Vorjahresvorurlaubsgewicht wieder. Naja, eigentlich hatte ich das schon in der zweiten Urlaubshälfte zurück erlangt, aber wenigstens kurz vor und noch in den ersten Tagen der alljährlichen Strandnabelschau bewegte ich mich nahezu am Rande meines unter Ausblendung der Objektivität subjektiv gefühlten Idealurlaubsübergewichts. Was das bedeutet? Das Idealurlaubsübergewicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angenommen abnehmbar !</p>
<p>Ha! Ich hab’s geschafft! Ich habe mein Vorjahresvorurlaubsgewicht wieder. Naja, eigentlich hatte ich das schon in der zweiten Urlaubshälfte zurück erlangt, aber wenigstens kurz vor und noch in den ersten Tagen der alljährlichen Strandnabelschau bewegte ich mich nahezu am Rande meines unter Ausblendung der Objektivität subjektiv gefühlten Idealurlaubsübergewichts. Was das bedeutet? Das Idealurlaubsübergewicht ist das Gewicht, das einem den Eindruck vermittelt, man habe nur soviel zu viel auf den dicken Rippen, dass man sich immer noch selbstgefällig genug  und unter straffer Anspannung der inneren Bauchmuskulatur an die Küste lümmeln, lästern und fremdschämen kann:<br />
„Boah, guck doch mal das Walross da! Mann, so möchte ich aber nicht rumlaufen, mutig, mutig.“ &#8211; „Mensch, wenn der ins Wasser geht, sollten wir aber ´n bisschen hoch rücken hier mit unserer Decke.“ „Der löst doch ´nen Tsunami aus.“ „Dreifache Kurtaxe. Ich sag nur: dreifache Kurtaxe.“<br />
Aber das ist ja nur die eine Richtung. Es geht auch anders: „Puh, guck mal! Na, schlank is was anderes. Schön is´ das nicht.“ „Die große Dürre, oder mager sucht Quark.“ „Netter Titel für `ne Doku.“ „Wenn so was angespült wird, is’ hier alles voller Splitter und Scherben.“ „Kinder zieht euch was an die Füße!“<br />
Wenn das geht, dann liegt man irgendwo dazwischen und fühlt sich gut. Und das will man ja auch im Urlaub.</p>
<p><span id="more-535"></span></p>
<p>Darum speckt der Urlaubsweltmeister auch immer spätestens ab April oder Mai ab. Oder er versucht es zumindest. Denn das ist gar nicht so einfach. Ich dachte ja immer, Gewichtsreduktion funktioniert auf der ganzen Welt ungefähr nach dem selben Schema: Man hört einfach auf zu essen, und schon geht es ab mit den Kilos. Klappt in Äthiopien ganz ausgezeichnet. Muss man nur aufpassen, dass man das nicht übertreibt, gibt dann diesen fiesen Hungerbauch, und schon passt man wieder nicht in seinen Designerbadeanzug.<br />
Und weil der Vorurlaubsasket das weiß, hört er nicht einfach auf zu essen, nee, der deutsche zumindest, der kauft sich erst einmal ein Buch. Wenn er zu der etwas weniger lesefreudigen Gattung gehört, dann tut’s auch schon mal die Brigitte. Und da stehen sie dann alle drin, braucht man nur zu lesen, am besten auf dem Klo, und fix geht es zur Sache: „Ich lese gerade die Königin der Diäten.“ „Von Schimmel?“ „Nee, von Kotzsalik.“ „Und? Bringt das was?“ „Weiß nicht, hab mich noch nicht gewogen, fühl mich aber schon viel leichter!“ „Ach wenn du das Buch weglegst oder was?“<br />
Ich frage mich ernsthaft, ob ich nicht das Fach wechseln sollte, weg von der Lyrik und der Satire hin zu den Diäten. Da fällt mir mit Sicherheit auch was passendes ein, verkauft sich auch besser. Mit der Kohle, die die Diätenfresser für „Literatur“ ausgeben, kann man den ganzen Sudan durchfüttern. Und der Fantasie sind auch null Grenzen gesetzt. Hier nur mal ein paar Titel zum Appetitanregen:<br />
„Mein Freund, das Magenband“; „Die Adam-und-Eva-Diät“ &#8211; die klauen sich gegenseitig das Essen und jagen sich aus der Küche; „Die Wochenenddiät“ &#8211; 2 Kilo am Wochenende, das klingt doch gut, 52 Wochen macht 104 Kilo&#8230; ein Jahr, und weg biste. „Adios Kilos“,  „Die Hollywood-, Kushi-, Zuckerknackerdiäten“, „Abnehmen mit Erfolg“,  „Denken sie sich schlank“, „Fett weg für faule Säcke“,  „Die Vielfraßdiät“.<br />
Na, da ist doch für jeden was dabei! Und wenn das dann tatsächlich klappt, und es hängt die ausgemergelte Pelle wie ein leerer Wassersack an einem runter, dann geht man noch schnell zur Änderungsschneiderei und lässt sie wegschnippeln und umnähen.<br />
Ich warte auf den Moment, in dem die Fleischindustrie das übernimmt: Die Sau nicht mehr schlachten&#8230; nee, nur das Fett weghacken, dann das arme Schwein drei Wochen zur Reha und warten bis alles wiederkommt. Klappt bei uns doch auch ganz ausgezeichnet. Tja, ist schon irre, wie gut es uns heute geht. 60 Jahre nach der letzten Hungersnot kaufen die Deutschen Körperfettwaagen. Da wird ständig behauptet, die Deutschen werden immer weniger. Das mag ja stimmen, wenn man die Bevölkerungszahl zu Grunde legt, aber im Gesamtgewicht holen wir das locker wieder rein.<br />
Naja, was soll’s, jetzt sind Sommerferien, und ich wünsche allen Lesern viel Spaß beim, Lümmeln, Lästern und Fremdschämen.  Ich weiß, wir sehen uns mit dem Nachurlaubsrestjahresnormalübergewicht wieder und genießen die bekleidungsstärkeren Jahreszeiten.</p>
<p>Ihr Thorsten Stelzner</p>
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		<title>Verdacht auf Krank! Schwein gehabt es war nur Grippe!!</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 09:44:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TS</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Eine Studie bringt es auf den Punkt: Die Deutschen gehen im Durchschnitt l8-mal im Jahr zum Arzt. Besonders beliebt für so einen Arztbesuch ist der Montag. Wie kann ein Tag überhaupt beliebt sein für einen Arztbesuch? Und dann noch 18-mal im Jahr.    18-mal, das bedeutet im Schnitt alle drei Wochen. Was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> Eine Studie bringt es auf den Punkt: Die Deutschen gehen im Durchschnitt l8-mal im Jahr zum Arzt. Besonders beliebt für so einen Arztbesuch ist der Montag. Wie kann ein Tag überhaupt beliebt sein für einen Arztbesuch? Und dann noch 18-mal im Jahr.    <br />18-mal, das bedeutet im Schnitt alle drei Wochen. Was macht er da, der Deutsche? Is´ das der Lesezirkel Rhythmus? Darf der Deutsche gewisse Zeitungen zu Hause nicht lesen? Was wäre denn, wenn er zwischendurch nicht im Urlaub oder tatsächlich mal krank wäre, dann käme er locker auf vierzehntäglich.     <br />Warum geht der Mensch gerne alle zwei Wochen zum Arzt, wenn er könnte? Weil er krank ist, oder weil er gerne krank werden will? Ich war fünf Jahre nicht beim Arzt und fühlte mich kerngesund! Ob ich es bin kann ich ja nicht mit Sicherheit sagen. Krankheit ist ja auch mehr so eine Definitionsgeschichte. Manche wären mit meinen Symptomen wahrscheinlich schon lange in intensivster fachärztlicher Betreuung. Ich geh damit lieber auf die Bühne &#8230; Und dann kam die J1, das ist der TÜV für Pubertierende. Da musste nicht ich hin, ich pubertiere zwar noch, bin aber zu alt für den Kinderarzt, sondern mein Sohn. Und ich bin mit &#8230;     <br />Februar. Ich öffne die Tür, und aus der völlig überheizten, sauerstoffarmen Praxis schlägt mir der Dunst des Todes in die Visage: Ich denke noch: „Nicht mehr atmen!“</p>
<p> <span id="more-397"></span>Zu spät. Ich spüre förmlich, wie sich alle Krankheitserreger des Universums in meiner Luftröhre stauen, wie die Italienurlauber am St. Gotthard. Ich höre es in meinem Innern regelrecht hupen und motzen: „Ich war zuerst da!“ „Platzt da.“ „Influenza hat immer Vorfahrt!“ „Mach dich weg da, du mit deiner lächerlichen Streptokokkenkolonne!“&#160; Man schmeckt die Sterblichkeit, wie sie sich in den Schlund schmiegt! Du denkst an Sagrotan. Du möchtest deine Atemwege sofort desinfizieren, Domestos gurgeln. Warum sind wir nicht von innen antibakteriell beschichtet? Das muss doch gehen!? Keine Chance!   <br />Dann das Wartezimmer: Kinderarztwartezimmer, wo ist hier bitte die Seuchenschutzbehörde? Kinderärzte schaffen sich ihren eigenen Markt: „Och, wie, er hat noch kein Fieber, fühlt sich aber nicht gut? Dann kommen sie doch so gegen 17Uhr noch schnell vorbei. Das kriegen wir schon noch in den Griff, hehehe.“ Warum nach 17 Uhr? Weil dann alle Krankheiten schon mal durch sind, da findet sich bestimmt noch was Passendes.   <br />Also Wartezimmer: Ein Rudel rotzender, hustender, röchelnder Kleinkinder, die nur ein Ziel zu haben scheinen, denn aus ihren glasigen rotumränderten Augen trieft wilde Entschlossenheit. „Wir sind klein, unsere Bazillen und Viren sind noch viel kleiner, aber zusammen machen wir dich fertig!“ Hemmungslos schleudern sie ihre kleinen Verbündeten in die Außenwelt, mit Schallgeschwindigkeit! Wenn sie befürchten müssen, „Wir sind zu weit weg! Der Nieser ist auf halben Weg verreckt, dann rotzen sie in ihre Tentakeln und schmieren dir ihre kontaminierte Ursuppe aufs Knie: „Hallo, hallo.“ Ganz scheinheilig lächeln sie dich an, in der Gewissheit: „Jetzt hat er´s auch!“ Und richtig: Zwei Tage später lag ich im Sterben. &#8211; Ich hatte doch noch soviel vor &#8230;
</p>
<p>Apropos Sterben: Das geht am Besten im Krankenhaus. Drei Krankenhausaufenthalte hatten wir im letzten Jahr in der Familie. Die Diagnose war immer: „Verdacht auf Krank. Die haben immer erst mal nur einen Verdacht. Verdacht auf Herzinfarkt, Verdacht auf Blinddarmentzündung, Verdacht auf Schlaganfall. Drei Hochverdächtige in einer Familie in einem Jahr. Die Exekutive und die Judikative die brauchen Beweise, hieb und stichfeste Beweise, um dich einzulochen. Die Medikative nicht. Verdacht auf reicht, und die sperren dich weg. Erst mal drei Tage zur Beobachtung. Wenn du Glück hast Zweibettzimmer, Einzelhaft kriegste im Krankenhaus ja eher selten. Das hat auch seinen Grund: Wie sollst du denn auch krank werden, wenn du da alleine liegst. Da haben die dich schon mal da und sollen dich nach drei tagen gesund wieder nach Hause schicken?!    <br />Gegoogelt: In deutschen Kliniken stecken sich jährlich bis zu einer Million Patienten mit mehrfach resistenten Bakterien an – mit oft tödlichen Folgen. Darum Krankenhaus! Das ist Sterbehilfe! Willst du einen unliebsamen Verwandten loswerden. Verdacht auf &#8230; und ab ins Krankenhaus&#8230; nach drei Tagen mal gucken gehen. Und der Deutsche geht tatsächlich alle drei Wochen zum Arzt. Gesundheit! Übrigens bei mir war es dann doch nur&#160; ’ne Grippe, Schwein gehabt!</p>
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		<title>Kinder wie die Zeit zergeht !</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 03:07:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät? Wie, schon wieder Dezember, wo ist es hin, das Jahr? 2009 – das Jubeljahr: 60 Jahre Bundesrepublik, 20 Jahre Mauerfall, und ich 15 Jahre verheiratet. Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt, denn er wird niemals alt. – Ich bin alt, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span lang="DE"><font size="2">Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät? Wie, schon wieder Dezember, wo ist es hin, das Jahr? 2009 – das Jubeljahr: 60 Jahre Bundesrepublik, 20 Jahre Mauerfall, und ich 15 Jahre verheiratet. Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt, denn er wird niemals alt. – Ich bin alt, so einfach aus dem Nix fast 50. Hätte mir vor dreißig Jahren jemand gesagt, dass ich überhaupt mal so alt werde, ich hätte ihn ausgelacht. Das gab der jugendliche Lebenswandel nun wirklich nicht her. Und jetzt? Jetzt sitze ich hier am Ende des Jahres, das gefühlt so schnell verpufft ist, wie damals die Sommerferien, und plane im Geiste schon mal locker für die nächsten zehn Jahre und weiter. „Och, wenn die Kinder dann erst mal aus dem Haus sind, dann sind wir ja noch nicht mal sechzig. Da können wir dann ja vielleicht noch&#8230;“ Überhaupt die Kinder, die Kinderzeit; Momo hilf! Mir hat irgendwer die Zeit geklaut.       <br />Als unser Erster, also unser Ältester, zur Welt kam, blieben für uns alle Uhren des Universums erstmal stehen. Alles war so neu, alles ging irgendwie, natürlich auch bedingt durch den chronischen Schlafmangel, etwas langsamer vonstatten. Und die erste Omma-Kundin, die unsern Sohn in meinem Laden zu sehen bekam, blickte in den Kinderwagen und sprach mit gebrochener Stimme, es klang fast so wie der Fluch einer verstoßenen Feentante von Dornröschen: „Genieeeßen sie es, Herr Stelzner, genießeeen sie es</font></span></p>
<p> <span id="more-238"></span>
<p><span lang="DE"><font size="2">&#8230; Es geht soooo schnell vorbei.“ Und wir dachten nur: „ Hallo!? Schnell geht hier im Moment aber auch so gar nichts.“ Zeit war in dieser Phase der begehrteste Stoff. Hätte sich damals vor dem Kindergarten ein Dealer platziert, so einer wie der aus der Sesamstrasse, der Schlehmihl, der immer so leicht exhibitionistisch seinen Trenchcoat aufreißt und gefragt: „He; du!“ „ Wer ich?“ Ja, duu! Willst du Zeit kaufen?“ „ Zeit?“ „Genauuh,, Zeit!“ Aus den Händen hätte ich sie ihm gerissen, wie Krümelmonster die Styroporkekse. Aber Zeit kann ich leider nicht kaufen, verlieren schon. Der Teufel wird nicht alt, die Hölle wird nicht kalt. So sieht das aus. Und heute ist sie weg, die Zeit, nicht vergeudet, nein nein, im Gegenteil, aber trotzdem weg. Und die Kinder sind mutiert, blitzartig sind sie einem über den Kopf gewachsen. Sie sind groß, und wir sind alt. Jetzt werden sie nur noch älter, und wir werden krumm und immer kleiner. Das ist der Lauf der Dinge, und die Feentante-Omma von damals, sie hatt’ ja so recht, oder sie hat uns wirklich verflucht, wer weiß? Auf jeden Fall ging es rückblickend tatsächlich unglaublich schnell. Gestern, gefühlt gestern, hab’ ich noch mit drei abhängigen, zu keiner selbstständigen Handlung fähigen, kleinen Menschen im Flur gestanden, und alles, wirklich alles, für sie erledigen müssen. Klamotten an, was ganz besonders im Winter sehr spaßig war. Lange Unterwäsche, Thermohose, dicke Botten, Schal, Mütze und Handschuhe, die besonders nervraubende Variante, bei der die Fäustlinge auch noch durch eine Strippe miteinander verbunden sind, die man dann durch die Ärmel durch und hinter&#8230;, ach was, wem erzähl ich das. Jedenfalls musste man damals nur, um mal eben kurz zum Bäcker zu fahren, zwei Stunden Vorbereitungszeit einplanen. Spontanität war ein Fremd-, ein Reizwort.       <br />„ Kinder, wir müssen morgen ganz früh raus. Ich muss vor Mittag noch schnell zur Apotheke.“        <br />Aber auch das konnte man vergessen, denn planbar war absolut nichts mehr, selbst wenn man auf den Schlag fertig war, puuh, geschafft, dann, ja dann: Ich höre es immer noch durch den Flur flöten: „Papaaa, ich muss mal.“ – Alles wieder von vorn. Klamotten aus, auf’s Klo, mit den Füßen scharren, fertig, Klamotten wieder an, Klamotten wieder aus. – Apotheke machen wir morgen.        <br />Tja, und jetzt stehen sie hinter mir, während ich diese Kolumne schreibe und sagen nur noch: „Papa, ich muss jetzt los.“ „Ich schlafe heute bei Pia!“ „Ich muss zum Fussball!“ „Papaa, kannste uns fahren, wir haben keine Zeit mehr, wir kommen zu spät.“ Und ich bin froh, dass mir wenigstens das noch bleibt, diese meine Zeit mit ihnen, die sie brauchen, um selber Zeit zusparen.</font>
</p>
<p>   </span></p>
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		<title>Clicclac Februar</title>
		<link>http://www.thorsten-stelzner.de/2009/01/clicclac-februar/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 10:11:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[clicclac]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorsätzliches Versagen

Neues Jahr, neues Glück, es führt eh kein Weg zurück!
Nun ist der erste Monat ja schon gelaufen und seien wir mal ehrlich, die guten Vorsätze haben wir längst schon wieder über den Haufen geschmissen. Die erste Zigarette haben wir doch schon wieder heimlich auf dem Klo verdampft und die Süßigkeiten, die da noch von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 18pt; font-family: Arial-BoldMS"><strong>Vorsätzliches Versagen</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS"></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Neues Jahr, neues Glück, es führt eh kein Weg zurück!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Nun ist der erste Monat ja schon gelaufen und seien wir mal ehrlich, die guten Vorsätze haben wir längst schon wieder über den Haufen geschmissen. Die erste Zigarette haben wir doch schon wieder heimlich auf dem Klo verdampft und die Süßigkeiten, die da noch von Weihnachten rum lagen, waren zum Wegschmeißen ja auch zu schade. Die Waage wird morgens strafend ignoriert und das Bier, man kann ja auch nicht auf alles verzichten und bei dem Wetter extra los ins Fitness-Studio, das ist doch Wahnsinn, bei den Straßenverhältnissen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Geht doch, ging doch eigentlich letztes Jahr auch ganz gut so, warum denn etwas ändern, wenn sonst alles bleibt, wie es ist.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Ich versteh sowieso nicht, warum der Mensch sich ständig selbst kasteit, er wird doch so schon oft genug in das gesellschaftliche Korsett gezwängt, warum dann der Drang sich selbst auch noch zu kontrollieren?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Wie wäre es denn mal mit folgender Alternative: Nehmen wir uns doch einfach mal was vor, was wir auch ohne größere Schwierigkeiten durchziehen können, das ist dann auch nicht so frustrierend und die kleinen Erfolge machen doch auch glücklich.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Ein paar Vorschläge hätte ich da auch schon mal im petto &#8211; dieses Jahr:</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Beim Mülltrennen mal nicht ganz so gewissenhaft sein, mal ein klein bisschen Plastik in den Biomüll.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Omma nicht ganz so oft im Altenheim besuchen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">weniger Zeit mit den Kindern verbringen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">das ehrenamtliche Engagement mal etwas schleifen lassen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">dem Chef mal nicht sagen, dass er ein Arsch ist,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">mal nix gegen die Klimaerwärmung tun,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">auf keinen Fall zur Krebsvorsorge gehen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">nicht die Bank oder den Stromanbieter wechseln,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Bildzeitung lesen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">bei der nächsten Wahl das Kreuzchen wieder da machen, wo wir es immer machen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">auf keinen Fall politisch einmischen…</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Das könnte doch klappen, oder!? Dann kann man sich am Jahresende erleichtert und stolz auf die Schulter kloppen. – „Durchgezogen dieses Jahr, spitze!”</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Wem das zu simpel ist, für den hätte ich noch eine Steigerung auf Lager, nehmen wir uns doch mal was vor, von dem wir dann am Ende froh und glücklich sein können, es nicht geschafft zu haben:</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Einmal als Geisterfahrer über die A2 fahren,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">freiwillig melden für den Einsatz in Afghanistan,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">immer die Wahrheit sagen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">ausschließlich RTL und RTL II gucken,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">nur noch hochprozentiges<span>  </span>trinken,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">freundlich sein zu Call-Center-Anrufern,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">spenden sammeln für die Partei des Herzens,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Fremdgehen, scheiden lassen, alles hinschmeißen, auswandern<span>  </span>usw.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS"></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Da gibt es ja nun einiges, das muss aber letztlich auch jeder selbst für sich entscheiden, bei welchem vorsätzlichen Versagen er sich am Jahresende erleichtert und selbstgefällig zuprosten will und mit einem Stossseufzer in die Silvesternacht hinein feststellen darf: „Man gut, dass ich so labil bin, wo wären wir jetzt, wenn ich dieses Jahr konsequent geblieben wäre? &#8211; Frohes neues Jahr, mein Lieber, bleib´ so wie du bist!”</span></p>
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		<title>Clicclac-Ratgeber Geburtstag</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 10:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[clicclac]]></category>

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		<description><![CDATA[Happy Event
Früher, ja, früher war alles besser. Nur schade, dass die, die heute dran sind, das nicht wissen können, es ist ihnen auch schlichtweg egal. Heute ist jetzt und jetzt macht man das so, wie man das heute eben so macht. Geburtstag feiern zum Beispiel.
Früher: Mein Geburtstag, egal welcher, ich kann mich entweder nur noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 10pt" class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS"><strong>Happy Event</strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 10pt" class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Früher, ja, früher war alles besser. Nur schade, dass die, die heute dran sind, das nicht wissen können, es ist ihnen auch schlichtweg egal. Heute ist jetzt und jetzt macht man das so, wie man das heute eben so macht. Geburtstag feiern zum Beispiel.</span></p>
<p style="margin-bottom: 10pt" class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Früher: Mein Geburtstag, egal welcher, ich kann mich entweder nur noch an einen erinnern, oder aber die waren alle irgendwie gleich: Vier beste Freunde, ein Kuchen, Kerzen drauf, Kanne Kakao, draußen auf der Terrasse, im Garten Topfschlagen und spielen, einfach spielen, mit den neuen Spielsachen, Cowboy und Indianer, Fischer-Technik, Lego, Big-Jim, Märklin-Eisenbahn und …. Ende!</span></p>
<p style="margin-bottom: 10pt" class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Heute: Mein Sohn &#8211; er hat in zwei Wochen Geburtstag &#8211; wächst in Timmerlah aufm Dorfe auf, ist hier in den Kindergarten gegangen, geht in die zweite Klasse der Dorf-Grundschule, spielt Fußball und Handball und mit jeder weiteren Entwicklungsstufe oder Aktivität vergrößert sich der Freundeskreis, das ist schön für meinen Sohn. Was es für uns ist, klären wir gleich.</span></p>
<p style="margin-bottom: 10pt" class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Schon die Antwort auf die Frage: „Wen willst du denn eigentlich einladen?” erklärt vieles: „Alle!“. Alle, das sind sehr viele, mehr als in einen Kleinbus passen, aber gerade noch zu wenig für einen Sonderzug.</span></p>
<p style="margin-bottom: 10pt" class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Was bei uns noch erschwerend hinzu kommt: Einige der Bengels, die er einlädt, haben Schwestern und er hat auch eine, Diese Schwestern waren zusammen im Kindergarten und in der Grundschule. Wenn dann also der Bruder Geburtstag feiert, dann kann das schon mal vorkommen, dass die älteren Mädels ihre jüngeren Brüder vorbei bringen, ob das nun vorsätzlich geschieht, weiß ich nicht, aber wenn die dann an der Tür stehen, tönt es aus unserem Flur: „Können Lotte und Lelly auch hier bleiben?” Somit erhöht sich oft die Personenzahl noch mal um die der Schwestern der Brüder.</span></p>
<p style="margin-bottom: 10pt" class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Wenn nun also das halbe Dorf Geburtstag feiert, dann ist selbst so ein Reihenendhaus zu klein. Dann ist man gezwungen, so ein Stadteilfest schon mal auszulagern, also sollte man sich schon früh genug Gedanken machen. „Wo feiern wir dieses Jahr das Volksfest anlässlich des Geburtstages unseres jüngsten Sohnes?“ Und da gehen uns aber so langsam auch die Möglichkeiten aus, denn wie gesagt, einfach nur so feiern, Kakao, Kuchen und neues Spielzeug kaputtmachen, das reicht ja heute nicht mehr aus. Meistens folgt sofort auf die Einladung zu einer Geburtstagsfeier die Gegenfrage: „Und was macht ihr so, sollen wir den Kindersitz mitbringen?” oder<span>  </span>„Wo sollen wir die Kinder abholen, bringt ihr die nach Hause, sollen sie Turnschuhe, Schlafsack oder die Bahn-Card mitbringen?” Geburtstage werden zu Events, zu Adventure-Games, da werden Konzepte entwickelt, strategisch wird geplant, wie man das, was die anderen gemacht haben, noch übertreffen kann. Nicht auszudenken, die Kinder kämen mal von einem Geburtstag nach Hause und würden auf die Frage: „Na, was habt ihr denn schönes<span>  </span>gemacht?” einfach nur mit einem glücklich zufriedenen Lächeln antworten:<span>  </span>„Wir, wir haben gespielt.“ Nein, nein, kommt gar nicht in Frage, was sollen denn da die Leute denken?</span></p>
<p style="margin-bottom: 10pt" class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Also, dieses Jahr keinen Kindersitz mitbringen, sondern Impfpass und Kinderausweis. Wir fliegen die Truppe mit der Concorde nach Las Vegas, drücken jedem einen Satz Tausenddollarchips in die Hand und wenn sie dann die Kohle verzockt haben, jetten wir noch schnell nach Disneyland, übernachten da drei Tage und schippern ganz entspannt mit der Queen-Marie wieder zurück. Ich weiß, das klingt ein bisschen wie ne Notlösung.<span>  </span>Ist auch eine, für die Weltumseglung mit Rüdiger Nehberg mit anschließender Jagd auf den Yeti und dem Schlittenhunderennen am Pol mit abschließender Eisbärenfütterung, waren wir dieses Jahr zu spät dran, aber da sind wir jetzt auf der Warteliste. Wenn es nächstes Jahr keine Eisbären mehr gibt, dann wird’s natürlich eng. Dann müssen wir vielleicht doch auf den Flug zur ISS ausweichen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">“Ja, früher!” Heute ist das früher von morgen und die, die im heute von übermorgen alt werden, werden vielleicht sagen: „ Ja, früher, war alles besser, jetzt sitzen wir hier bei ner Kanne Kakao und damals haben die noch richtig gefeiert.“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS"></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: ArialMS">Ihr Thorsten Stelzner</span></p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		<title>Schrille Nacht, eilige Nacht !</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Nov 2008 12:35:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[clicclac]]></category>

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		<description><![CDATA[
Clicclac, November: 

Endlich, endlich, der erste Advent, das wurde aber auch Zeit. Im Grunde fiebere ich diesem Moment schon seit dem zweiten Weihnachtsfeiertag entgegen. Nach Gänsebraten und Bärenfang liege ich bei den Schwiegereltern auf dem Sofa und frage mich: „Warum kann eigentlich nicht immer Adventszeit sein? Warum kann so ein Adventskalender nicht 363 Türchen haben? Warum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="Arial, sans-serif"></font></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="Arial, sans-serif"><font size="3">Clicclac, November: </font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="Arial, sans-serif"></font></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="Arial, sans-serif"><font size="3">Endlich, endlich, der erste Advent, das wurde aber auch Zeit. Im Grunde fiebere ich diesem Moment schon seit dem zweiten Weihnachtsfeiertag entgegen. Nach Gänsebraten und Bärenfang liege ich bei den Schwiegereltern auf dem Sofa und frage mich: „Warum kann eigentlich nicht immer Adventszeit sein? Warum kann so ein Adventskalender nicht 363 Türchen haben? Warum gibt es keine Adventskränze mit 52 Kerzen? Warum gibt es keine Nordmanntannenbonsais? Warum muss ich bis nach Ostern warten, bis die Discounter endlich wieder die Weihnachtsdeko rausholen?“ Ich will meinen bunten Teller und zwar jeden Tag. Was spricht eigentlich dagegen, Marzipankartoffeln und Vanillekipferl auch mal am Grillabend zu servieren? Ganzjahresreifen tun es doch auch, jetzt, wo das Wetter immer das gleiche bleibt, jedenfalls fast, 15 Grad im November, wenn das noch normal ist? Nicolaus im April, warum denn nicht? Also, das ganze Jahr Vorweihnachtsstimmung.</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="Arial, sans-serif"><font size="3">Macht doch auch vieles einfacher. Man würde quasi am 28. Dezember schon mal daran erinnert, dass man jetzt aber langsam los muss, um Geschenke zu besorgen, oder man könnte ja auch am Heiligabend die versammelte Verwandtschaft schon mal fragen: „Und, was wünscht ihr euch so zu Weihnachten?” &#8211; Die klassische Antwort unter Erwachsenen in unseren Breiten: „Och, weiß nicht, vielleicht ´nen Gutschein von&#8230;!” Das wäre doch praktisch, da könnte man die, die man gerade selbst gekriegt hat, an die Seite packen oder auch gleich weiterreichen.</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="Arial, sans-serif"><font size="3">Ich habe auch eine Idee für ein neues Gesellschaftsspiel: Gutschein UNO, der höhere gewinnt, oder Quartett: „Mir fehlt noch einer von Saturn, tausche gegen Karstadt!”</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0" lang="en"><font face="Arial, sans-serif"><font size="3">Wem das zu unpersönlich ist, der könnte ja auch im Mai schon mal bei einer Kanne Kaminwärme/Apfel-Zimt und Kerzenschein anfangen zu basteln. “ Kommt Kinderchen wir bauen uns ein flottes Memory aus doppelten Weihnachtsgutscheinkarten.” &#8211; Basteln? Mir persönlich reicht es ja schon, dass ich den Umschlag nicht nur selbst beschriften, sondern auch noch mit meiner eigenen Spucke zukleben muss, persönlicher kann doch so ein Geschenk gar nicht sein &#8211; mein Gencode, meine Fingerabdrücke und meine Handschrift auf jedem Umschlag, das BKA wird schon bald anfangen zwischen den Jahren die Altpapiercontainer zu durchwühlen, das ist die Datenbank der Zukunft. Aber die Gutscheine haben natürlich auch noch ganz andere, praktische Vorzüge, da kann man sich nämlich das lästige abpulen der Preisschilder schenken.</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="Arial, sans-serif"><font size="3">Wie, ich bin zu kritisch, zu negativ? „Es geht nicht nur um Konsum? Warum feiern wir Weihnachten? Weil, äh, naja, da ist doch dieser Dings, der Jesus geboren, oder so. Ach so, und was hat der Weihnachtsmann damit zu tun, war der Geburtshelfer? Und gab es damals schon Coca-Cola? Schließlich haben die den ja eingekleidet.</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="Arial, sans-serif"><font size="3">Brauchtum und Verbrauch gehen Hand in Hand und der Handel drückt kräftiger zu. Die Feiertage werden längst nicht mehr von der Kirche gestaltet oder von der Gesellschaft geprägt. Wann wir was zu feiern haben, bestimmt die Freizeit- und die Zuckerbäckerindustrie. Wer weiß überhaupt, warum wir Halloween feiern? Weil die Spanne zwischen Ostern zur Vorweihnachtszeit zu lang ist oder weil es dann nur noch zwei Wochen bis zum Karneval sind und man das ein oder andere Kostüm schon mal im Regal hängen lassen kann?</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="Arial, sans-serif"><font size="3">Aber zurück zum Fest der Liebe. Wenn man Kinder hat, die noch keine „Großprojekte“ im Auge haben <span lang="en">wie z.B. : “ Ich wünsche mir nur Geld, ich will mir `ne Playstation oder ´nen Flugzeugträger kaufen,” </span>sondern welche, die noch wirklich spielen wollen und die in ihrem Kinderzimmer dafür auch tatsächlich noch ein Plätzchen finden, dann wird es richtig spaßig. Wenn man denkt, man hat endlich was gefunden, was man denen schenken kann, weil sie das noch nicht haben, &#8211; Gott sei Dank gibt es ja diverse Anbieter, die sich diesem, unserem Problem, derart selbstlos annehmen, dass sie aus reinem Mitleid jedes Jahr was neues auf den Markt schmeißen &#8211; und man steht vor dem Regal oder sogar schon an der Kasse, dann klingelt plötzlich das Handy. Schwiegereltern, Eltern, Tanten, Onkels, die Wahrscheinlichkeit ist groß, irgendwer von denen ruft just in dem Moment an und fragt: „Sag, wenn du losgehst, Weihnachtsgeschenke kaufen, für deine Kinder, kannste mir da nicht was mitbringen, du weißt doch am Besten was die sich wünschen, oder? Danke, echt lieb von dir, die Kohle kriegste dann am 2. Weihnachtstag, wenn wir uns bei Omma sehen.”</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="Arial, sans-serif"><font size="3">Klar mach ich &#8211;  alle Jahre wieder.</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="Arial, sans-serif"><font size="3">Ihr Thorsten Stelzner</font></font></p>
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		<title>Stelzners Nörgelkolumne &#8211; ab November im Clicclac</title>
		<link>http://www.thorsten-stelzner.de/2008/10/stelzners-norgelkolumne-ab-november-im-clicclac/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Oct 2008 13:22:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TS</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Stelzner nörgelt]]></category>
		<category><![CDATA[clicclac]]></category>

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		<description><![CDATA[Eltern an die Macht!
Besser konnte das gar nicht laufen. Gerade saß ich noch frustriert und fast schon ohnmächtig in der Ecke dachte: „Wohin mit der Wut, dem Zorn und der Kritik?“ Da fragt mich Franz Schmitt vom Clicclac: „Sach mal, könntest du dir vorstellen eine Kolumne bei uns zu machen?” Na, da musste ich keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="ArialMS, MetaPlusNormal, sans-serif"><font size="4">Eltern an die Macht!</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="ArialMS, MetaPlusNormal, sans-serif">Besser konnte das gar nicht laufen. Gerade saß ich noch frustriert und fast schon ohnmächtig in der Ecke dachte: „Wohin mit der Wut, dem Zorn und der Kritik?“ Da fragt mich Franz Schmitt vom Clicclac: „Sach mal, könntest du dir vorstellen eine Kolumne bei uns zu machen?” Na, da musste ich keine Sekunde überlegen: „Aber klar und bitte, bitte sofort.“ Und damit kann es gleich auch schon losgehen.</font></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="ArialMS, MetaPlusNormal, sans-serif">Ich habe vier schulpflichtige Kinder: 2. Klasse, 5.Klasse, 8. Klasse, 12. Klasse &#8211; klasse, klasse! Nichts gegen meine Kinder, das sind natürlich &#8211; wie alle Kinder &#8211; die besten, die schlausten, die charmantesten und die schönsten der Welt, logisch. Darum geben wir ja auch alle immer das Beste, darum kämpfen wir tagtäglich dafür, dass sie es mal besser haben als wir. Paradox, denn auf diesem Wege sorgen momentan alle Institutionen dafür, dass sie es erstmal schlechter haben, als wir es in unserer Schulzeit je hatten. Ich muss offen und ehrlich gestehen: „Ich habe die Schnauze voll!” Und nach vier Elternabenden und zwei Stammtischen weiß ich, dass es vielen Eltern genauso geht. Und darum muss das an dieser Stelle jetzt mal alles raus.</font></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="ArialMS, MetaPlusNormal, sans-serif">Es geht um unsere Kinder, das wertvollste das wir besitzen, und das Programm, das hier gefahren wird, ist kinderfeindlich hoch zehn. Mit einer liebevollen, kindgerechten Entwicklung hat das nichts mehr zu tun.</font></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="ArialMS, MetaPlusNormal, sans-serif">Stress schon in der dritten Klasse, Trendmeldung, Empfehlung, bloß keine 3 schreiben, geschweige denn eine 4 oder gar eine 5, das können wir uns jetzt nicht mehr erlauben, da muss dann Fußball eben mal ausfallen: „Du willst doch aufs Gymnasium?” Weiß ein 8jähriger überhaupt, was das ist? In der dritten Klasse, da sind die Kinder wirklich noch Kinder und sollen schon verarbeiten, dass der Spaß jetzt aber vorbei ist. „ Wenn ihr Sohn die Gymnasialempfehlung haben soll, dann muss er jetzt aber das nächste halbe Jahr noch ein bisschen Gas geben.” &#8211; Klar wird gemacht! Druck und durch! Und wenn sie es dann geschafft haben, Freude, Freude, stolz wie Oskar, wird das Kind angemeldet und natürlich an derselben Schule wie alle Lieblingsklassenkameraden und kriegt schon das zweite Mal mächtig Stress und Bauchschmerzen, ob es denn auch angenommen wird. Wird es angenommen heißt es dann zittern bis zum Schulwechsel. „Hoffentlich kommen wir in eine Klasse.“ Geschafft! Glücklich, strahlend, neugierig, wissbegierig geht es in die nächste Runde….</font></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="ArialMS, MetaPlusNormal, sans-serif">Und dann, schon vier Wochen später brechen die ersten über ihren Mathehausaufgaben zusammen, haben keine Lust mehr sich nachmittags zu verabreden, kommen mit Kopfschmerzen um halb vier nachmittags nach Hause, haben Rückenschmerzen, weil sie mit einem Ranzen losmarschieren müssen, der so voll gepackt ist, dass das Gesamtgewicht des Busses, der sie morgens zur Schule fährt, beinah schon überschritten ist.</font></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="ArialMS, MetaPlusNormal, sans-serif">Sie sitzen da, zum Teil bis abends um acht und bringen mehr Arbeitszeit auf die Stechuhr als so mancher Lehrer. Ganz dramatisch wird es, wenn sie abends feststellen, sie haben noch was vergessen: “ Papa, Mama ich muss noch das Religionsblatt anmalen. „Da sitzt man dann als Eltern verzweifelt am Bett und möchte laut brüllen: “ Scheiß drauf!” &#8211; Aber man kann nicht, man darf nicht sagen was man wirklich denkt. Also malt man mal eben bei der Tageschau das Religionsblatt selber an.</font></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="ArialMS, MetaPlusNormal, sans-serif">Überhaupt: Das Quantum, das die Kinder zu bewältigen haben, ist ohne die Eltern gar nicht zu packen. Das gesamte Familienleben dreht sich nur noch um die Schule, die Schule bestimmt den Alltag. Das ist krank! Die Selektion findet hauptsächlich über die Belastbarkeit der Eltern statt, wenn die keine Zeit haben, wenn sie nicht können oder wollen, wie auch immer, dann landen die kleinen, bestimmt nicht blöden, und gar nicht faulen Kinder mit 10 Jahren schon auf der Hauptschule, aussortiert, frustriert &#8211; mit 10 Jahren, tolles System!</font></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; widows: 0; orphans: 0"><font face="ArialMS, MetaPlusNormal, sans-serif">Ich wünschte mir, alle Eltern würden sich ein halbes Jahr mal total verweigern, sodass Schule wirklich nur noch Schule ist &#8211; von morgens um 8 bis mittags um 13.00 Uhr. Dann kann Schule den Schülern auch nur noch abverlangen, was Schule vermittelt. Dann müssten sie die Lehrpläne ausdünnen und das Abitur würde man eben nach 15 Jahren machen, das ist doch auch egal. Wir werden immer älter und die Kinder sollen sich beim Lernen immer mehr beeilen &#8211; was soll das?</font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><font face="ArialMS, MetaPlusNormal, sans-serif">Ihr Thorsten Stelzner</font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><a href="http://www.clicclac.de/">www.clicclac.de</a></p>
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