Reagenzglaskinder 1990!

TS, 21. Mai 2008, 08:43
2008
Mai 21

REAGENZGLASKINDER

Reagenzglaskinder werden geboren
mit kleinen Händen, Augen, Ohren
in finsteren Chemielaboren.

Sie können sehen, hören, tasten
im solargeheizten Brütekasten,
künstlich ernährt ohne Nabelschnur,
ärztlich bewacht rund um die Uhr,
als Versuchskanninchen der Nation,
als Bayers Tochter, Scherings Sohn.

Ein Computer zeigt ob ihr Herz noch klopft
und ständig der Hormentropf tropft,
ihre kleinen Augen sehen in grellese Neonlicht
und es ist keiner da der zu ihnen spricht,
der sie in den Arm nimmt oder küsst,
nur Dr. Hoechst der Fieber misst.
Ihre Ohren hören kein einziges Wort,
hören nur wie der Computer surrt,
ihre Hände fassen keine einzige Hand,
greifen nur an die glatte, kalte Glaskastenwand.

Sie werden steril grossgezogen,
einsam und um ihre Liebe betrogen
und wenn sie erstmal zwanzig sind,
sind ihre Ohren taub, ihre Augen blind,
ihr Mund verstummt, ihre Herzen gelähmt
und all´ ihre Gefühle auf Logik gezähmt.

Dann werden sie planmäßig eingesetzt
und auf die übrige Menschheit gehetzt,
sie kriegen `nen Posten im Staatsapparat
sind absolut brillant mit tausend Karat,
zuverlässig ohne Schwächen
werden sie die Welt zerbrechen,
skrupellos wie ihre Produzenten
wie kalte Killer, Superagenten
töten sie dann Männer, Kinder, Frauen,
weil sie nur der Technik vertrauen.

Aus ihren kleinen Händen wurden
gefährliche Waffen,
nicht zum lieben,
nein, nur zum töten geschaffen.

Die Kinder der Chemie
zwingen die Menscheit in die Knie,
machen sich Welt zum Untertan
und regieren sie in ihrem Wahn.

Sie töten uns alle irgendwann,
weil man uns alle ersetzen kann
durch ein Kind aus dem Labor,
wer behütet uns davor ?

Wird das jetzt die Bäder-Tour 2008 ??

TS, 14. Mai 2008, 17:13
2008
Mai 14

Nach dem Störitzsee, erste Strandlesung, trockene Zunge, Sonnenbrand, aber auch feinster Entschädigung durch den Aus- u. Anblick, wirklich nicht alles was da so in der Sonne lag, wäre von Greenpeace wieder zurück ins Meer getrieben worden!

Nun zum Pichelsee, 24.05.08  die IGM-Berlin fordert volle Leseleistung … Satire, Lyrik, politisch und motivierend … dann ma los … lassen wir es KNACKEN, legen wir uns quer und gehen wir den Störchen ans Gefieder! – Ich freue mich drauf!

Lieber Leser,

wie ihr festellen könnt, bin ich im Moment schwer auf Achse, also so richtige Lesebeiträge – schätze mal, dass das erst im Juni wieder was wird..

 Also bis gleich!

Auf zum Störitzsee….

TS, 9. Mai 2008, 12:28
2008
Mai 9

Auch die IGM-Jugend Berlin/Brandenburg/Sachsen ist auf den ZM gekommen  am 11.05.08 – am Muttertach – fährt ein Golf nach Nirgendwo,  … hätte ich kein Navi  – ich würde jetzt schon mal losfahren! 

Am 14.05.08  ich glaube 19.00 Uhr/ Brunsviga dann Jugendweihe-Nachlese …. alle Jugendweihlinge, Freunde, Eltern und Verwandte sind herzlichst eingeladen, an der morgensternfreien Veranstaltung teilzunehmen….. ” Auch du mein Freund , Georg.”

In diesem Zusammhang sei nochmal darauf hingewiesen,

dass ich 1. Dichter geworden bin, weil ich als junger freiheitsliebender Rebell von dem Begriff der dichterischen Freiheit fasziniert war.

Und, dass ich 2. Satiriker geworden bin, weil ich von Tucholski überzeugt worden bin, dass die Satire alles darf. 

Diesen Freiheiten muss sich in meinem Leben alles, wirklich alles unterordnen…. auch die Rechtschreibung und die Interpunktion…. ich habe wirklich keine Zeit, bei jedem Satz darüber nachzudenken, ob der nun auch korrekt ist, das habe ich schon auf dem Martino-Katharineum den Lehrern überlassen, die das auch heute noch mit größter Hingabe tun, wenn sie noch nicht in Rente sind, .. jetzt schreiben sie Leserbriefe… Ich habe etwas früher angefangen mich öffentlich zu äußern und hatte daher nicht die Zeit, wie allerdíngs auch in allen anderen Bereichen meines Lebens, irgendwelche Regeln auswendig zu lernen, geschweige denn mich auch noch daran zu halten…. Also immer locker bleiben.. der Inhalt machts und nicht das Etikett …. Lektoren müssen auch leben…. und jetzt: ” Such Hasso, komm such das Fehlerchen ….”

 Und weiter  15.05.08  ist oben  unten schon erwähnt… Monte Jaffe und ich in Wolfsburg  75  Jahre Bücherverbrennung in Deutschland …

Ich hoffe wir sehen uns hier und da und dort an einem schönen Ort …

2008
Apr 29

Monte Jaffe und Thorsten Stelzner in Wolfsburg – Lied und Lyrik

15. Mai um 19 Uhr in der Stadtbibliothek in Wolfsburg,

im Alvar Aalto Kulturhaus, Porschestr..

Veranstalter ist die Bibliotheksgesellschaft Wolfsburg e.V.

2008
Apr 26

Wer keine Lust hat, díe ewig gleichen Maireden  hören zu müssen, ist dieses Jahr in Hornburg auf der sicheren Seite:

Gundolf Algermissen und Thorsten Stelzner – Gute Arbeit muss drin sein – .. das  DGB-Motto 2007 – präsentiert in einer Mischung aus historischer Betrachtung,  Zukunftsvision und lyrischer Aus- bzw. Aufarbeitung !

Ab 11.00 Uhr Schützenhof  in Hornburg

So, nun geht das zur Sache, nach mehreren Probeläufen, bei diversen Lesungen steht es nun fast fest, der ZM – das Buch, es  kommt.

Eine lustigt, lockere  Sammlung satirischer Texte, nicht ganz lyrikfrei, aber schwerpunktmäßig Geschichten die dem Uns, den Spiegel auf die Nasenspitze drücken, damit keiner vorbei linsen und hinterher behaupten kann, ich bin damit nicht gemeint…. Doch, doch, wir alle sind die, die die Zivilisation zu Idioten hat werden lassen.

 Und dieses Werk dient der klaren Beweisführung.

Der ZM – Der zivilisierte Mensch – ist ein Idiot !

Also bis gleich und viel Spass !

Vorbestellungen gleich mailen an thusi.stelzner @t-online.de ! Dann ist das erste Weihnachtsgeschenk schon mal im Sack!

Heute mach ich gar nichts

TS, 2. April 2008, 11:58
2008
Apr 2

Heute mach´ ich gar nichts !

Heute mach ich gar nichts,
ja, das hab´ ich mir verdient,
heute lass´ ich alles laufen
heute wird kein Trieb bedient.

Heute, is´für mich alleine,
heute, das ist mal mein Tag,
heute mach  ich wirklich nix mehr,
nicht mal sowas was ich mag.

Heute bleibe ich hier liegen,
Augen zu und Beine lang,
heute kann die Kupplung schleifen,
heute komm´ ich nicht in Gang.
 
Heute ist in meinen Leben
so ein mickrig kleiner Part,
is´ am Ende doch nicht wichtig
was ich am Zweiten/Vierten tat..

Darum tue ich heut nix mehr,
gönn´ mir einfach mal mein Loch´,
hab´ ich eben noch geträumt –
und der Wecker klingelt doch……

Tja, heute mach ich wieder alles,
hab´s mir doch noch nicht verdient.
Heute muss ich wieder strampeln
heute wird kein Trieb bedient….
.

Erste Schritte

TS, 25. März 2008, 06:36
2008
Mrz 25

Es sind die ersten Schritte,
die fallen uns allen schwer,
doch nach den ersten Schritten,
gibt es kein halten mehr,
wir latschen immer weiter,
die Richtung scheint egal,
doch plötzlich kommt zum Gehen,
das Denken und die Qual,
nach links oder nach hinten,
nach rechts oder nach vorn,
ich hab die Macht zu gehen,
doch ohne Ziel bin ich verlor´n.

Ich will mich doch bewegen,
ich spür´ doch diesen Drang,
dem Horizont engegen
zum Sonnenuntergang
oder zu den Sternen
bis hin zum schwarzen Loch,
quer durch die Sahara
oder lieber doch
segeln im Pacific
schwimmen mit der Flut,
das eigene Ziel bestimmen,
dazu braucht es Mut…

Termine, Termine….

TS, 22. März 2008, 06:41
2008
Mrz 22

Dienstag        01.04.08       IGMetall – Braunschweig – Delegiertenversammlung 
Gewerkschaftshaus  Wilhelmstrasse
Samstag        19.04.08       Junge NGG  Bundesjugendkonferenz in Gladenbach
Sonntag        27.04.08    Jugendweihe  Aula der HvF.

Donnerstag    01.05.08       Hornburg …. näheres folgt
Donnerstag    01.05.08       Braunschweig
Donnerstag    08.05.08       Magdeburg mit Rolf Becker …
Mittwoch       14.05.08       Jugendweihe “Nachlese”?  Brunsviga …
Samstag        21.05.08       IGMetall Senioren    
Sonntag        14.09.08      VW-Braunschweig    70 Jahre VW….
Sonntag        23.11.08       Totensonntag  TAPBAR    

                                                    VÖ  – Einseitige Entwicklung o. der ZM ist ein Idiot

2008
Mrz 20

Wenn wir die ganze Menschheit auf ein Dorf von 100 Einwohner reduzieren,

dabei aber auf die Proportionen aller bestehender Völker achten,

dann würde dieses Dorf heute so zusammengestellt sein:


57 Asiaten, 21 Europäer, 14 Amerikaner (Nord und Süd) und 8 Afrikaner.

52 wären Frauen, 48 wären Männer.

70 Nicht-Weiße, 30 Weiße.

70 Nicht-Christen, 30 Christen.

89 Heterosexuelle, 11 Homosexuelle.

6 Personen würden 59% des gesamten Weltreichtums besitzen –

und alle 6 Personen kämen aus den USA.

80 hätten keine ausreichenden Wohnverhältnisse.

70 wären Analphabeten.

50 wären unterernährt.

Eine Person würde sterben, 2 würden geboren.

Eine Person hätte einen PC.

Eine (!) Person hätte einen akademischen Abschluss.


Wenn man die Welt aus dieser Sicht betrachtet wird jedem klar,

dass Zusammengehörigkeit, Verständnis, Akzeptanz und Bildung notwendige Bedürfnisse sind.


Und nun denke am Tag Deines 45. Geburtstages einmal nach:


– Falls Du heute Morgen gesünder als kranker aufgewacht bist,

bist Du glücklicher als eine Million Menschen, die die nächste Woche nicht erleben werden.

– Falls Du noch keinen Kampf des Krieges erlebt hast, noch keine Einsamkeit durch Gefangenschaft,

keine Agonie eines Gequälten, oder gar Hunger verspürt hast,

bis Du glücklicher dran als 500 Millionen Menschen auf dieser Welt.

– Falls Du in eine Kirche gehen kannst, ohne Angst haben zu müssen,

bedroht, verhaftet oder umgebracht zu werden,

bis Du glücklicher als 3 Milliarden Menschen auf der Welt.

– Falls sich in Deinem Kühlschrank Essen befindet, Du angezogen bist,

ein Dach über dem Kopf hast und ein Bett zum hinlegen,

bis Du reicher als 75% der Einwohner dieser Welt.

– Falls Du ein Konto bei einer Bank hast, etwas Geld im Portemonnaie

oder etwas Kleingeld in einer kleinen Schachtel,

gehörst Du zu 8% der wohlhabenden Menschen auf dieser Welt.

– Wenn Du diese Nachricht liest, bist Du doppelt gesegnet;

denn 1. hat jemand an Dich gedacht und

2. gehörst Du nicht zu den 2 Milliarden Menschen, die nicht lesen können.


Zusammenfassend ergibt sich für Deine Zukunft:


Arbeite, als würdest Du kein Geld brauchen;

liebe, als hätte Dich noch nie jemand verletzt;

tanze, als würde keiner hinschauen;

singe, als würde keiner zuhören;

und lebe, als wäre das Paradies auf der Erde.


Alternative:


Das Leben sollte mit dem Tod beginnen, nicht andersherum.

Zuerst gehst du ins Altersheim, wirst rausgeworfen, wenn du zu jung wirst,

spielst dann ein paar Jahre Tennis, kriegst eine goldene Uhr und beginnst zu arbeiten.

Anschließend geht’s auf die Uni.

Du hast inzwischen genug Erfahrung, das Studentenleben richtig zu genießen, nimmst Drogen, säufst.

Nach der Schule spielst du fünf, sechs Jahre, dümpelst dann neun Monate in einer Gebärmutter 

und beendest dein Leben als Orgasmus.


« Vorherige Seite - Nächste Seite»