Ostern und ich!

TS, 27. März 2016, 09:56
2016
Mrz 27

Ostern und ich!

Gestern in der Braunschweiger-Zeitung

Ich danke Cornelia Steiner für dieses charmante Gespräch ….

“Ostern und ich? Ich bin kein religiöser Mensch. Trotzdem ist Ostern für mich ganz vielschichtig. Ich habe letztens einen Text gemacht, der heißt “Aufstehen”: “Dieses immer wieder Aufstehen aus dem Staub und aus dem Dreck, dieses immer wieder Kriechen aus dem finstersten Versteck, dieses immer wieder Strecken, bis es im Nacken knackt und man sich wieder denkt, dass man das alles packt.”

Die Wiederauferstehung von Jesus ist für mich symbolisch nichts anderes: sich aufrappeln, sich motivieren. Comeback. Man muss ja nicht gestorben sein, um wiederaufzuerstehen. Diese Phasen im Leben haben wir doch alle, wo wir uns ziemlich down fühlen. Und dann sagen wir: Hey, ich bin wieder da! So geht mir das im Frühling immer: Ich sehe zu, dass ich wieder wacher und präsenter bin. Je älter ich werde, umso mehr geht mir der Winter auf den Keks, das Dunkle und Graue. Ostern bedeutet, dass das Leben zurückkommt in die Stadt. Ich bin ein Stadtmensch. Ich brauche die Öffentlichkeit, die Begegnung, das Licht. Die Leute sind jetzt ganz anders drauf. Das Leben kehrt zurück. Nicht nur in Form von Knospen im Garten. Kaum ist die Sonne draußen, lächeln die Leute wieder. Mehr »

Das war Schöppenstedt! 27.11.15

TS, 30. November 2015, 12:00
2015
Nov 30

Die Kreativzentrale ist eröffnet!

TS, 12. März 2015, 04:51
2015
Mrz 12

HILDESHEIM:

Thorsten Stelzner hat Material für mindestens fünf Stunden Lesung dabei. Der Braunschweiger sitzt wie ein Bürokrat an seinem Tisch, vor ihm das Mikro, ein Wasserglas und ein dicker Aktenordner voller Texte. Etwa 50 Gedichte schreibt er pro Jahr, inklusive einem komplett neuen Satireprogramm. Gerade ist er mit “EGO-KUR – F…rontal und kontrovers” unterwegs – am Mittwochabend machte er Halt in der Bischofsmühle.
Bei dem 51-Jährigen, der sonst auch gerne auf Kundgebungen oder Demos liest, geht es primär um Politikerkarrieren, den gläsernen Menschen, um Markenfetischismus, das grundlose Einkommen als Bedingung und warum der Primat seinen Führerschein bekommen hat. Das ganze poppig und rasant verpackt, in einem unglaublichen Tempo vorgetragen – jongliert und gegrantelt.
Die Lesung die vom DGB-Kreisverband Hildesheim organisiert wird, ist gut besucht. Ein Publikum, das über den nörgelnden Stelzner mit der kernigen, rauchigen Bühnenstimme, dem die Udo-Lindenberg-Imitation perfekt gelingt, lachen kann. Ein Abend für SPD-Wähler, die dem “Polit-Poeten”. wie er sich selbst nennt, oft nickend zustimmen, denn ja: Die Welt ist schlecht, aber wir können es besser machen. Unseren Kindern erklären, dass wir sie niemals auf Seite Eins der Tageszeitung sehen wollen, denn da findet man nur die “echten Sünder”- Machtmissbraucher, Kriegstreiber oder Kinderschänder. Sie dürfen also ruhig mal im Stehen auf der Damentoilette pinkeln oder über eine rote Ampel gehen. Es geht um die ernsteren Themen: Stelzner setzt diesen Text ganz an den Anfang. Eines von den Gedichten, die er in seinen Büchern veröffentlicht, sieben sind bereits erschienen, sein Satireprogramm spricht er lieber auf CD.
Der Braunschweiger ist schon viele Jahre unterwegs, er stand mit Konstantin Wecker auf der Bühne und hat sich oft gefragt, warum er so spät geboren wurde — Mehr »

2013
Okt 28

Heute in der Braunschweiger Zeitung ….

TS, 16. Juli 2013, 05:42
2013
Jul 16
2013
Mai 25

.. der subversive Blick unter die Vorhaut der Macht…


Unter den Satirikern und Lyrikern gibt es den Naturwissenschaftler-
Typen, dem der Schreibtisch zum Labor wird, wo er sich in die
Ingredienzien und kleinen filigranen Sprachmodule hineinbohrt, den
eigenen Biorhythmus trainierend auf die Naturnotwendigkeiten der
Schreibweise. Thomas Mann muss so eine Art Arbeit mit Felix Krull,
dem Hochstapler, antrainiert gehabt haben. Auch Robert Gernhardt
wird solche Abgeschiedenheit nachgesagt.
Und dann gibt es die Satiriker, die von den Clowns Kulturtechniken
übernehmen.
Bert Brecht ging mit Karl Valentin auf den Jahrmarkt, Shakespeare
selbst war Komödiant, als er auszog, die Spießer das Fürchten zu
lehren – sein King Lear stand in einem Wald, bzw. vor einem Schild,
auf das Shakespeare-Team „Wald“ gekritzelt hatte.
Komödiantische und satirische Kunst heisst nicht unbedingt:
Mit Hannibal über die Alpen ziehen. Die Fernsehkomödie oder das
Musical von heute, die die mittelärmere Konkurrenz in Material-
schlachten meint, unter und hinter sich ersticken zu können,
überdeckt ja oft nur den Schalk im wahrheitslüsternen Augenwinkel.
Thorsten Stelzner war mal Obsthändler. Das Hochnasenfeuilleton
wendet das zuweilen gegen ihn – und sich selbst unterwürfig
solchen blutarmen Eventkünstlern zu, die sich auch nur dem Eliten-
Feuilleton zuwenden.
(Inzucht kann man sowas nennen. Oder “Imperial und sein Knecht
Mainstream”)
Thorsten Stelzner hingegen könnte auch Aale verkaufen, oder
Pflanzentöpfe, und über jedem noch so stiefmütterlichen Blümchen
eine Show abziehen, einen Event für die sogenannten kleinen Leute,
auf dass sie sich bewegen, sich recken, größer werden, wenigstens
näher ranzugehen, um ihn besser zu hören.
Damit es Knack macht.
Verkäufer auf Märkten (da wo Märkte noch Märkte sind) bewundere
ich – und da weiss ich mich mit Villon und Brecht einig –
im Unterschied zum Feierton-Feuilleton der Tuis, Stelzner im
Unterschied zu Gestelztem. Er jongliert mit Fackeln aus den Händen
in den Mund, erfreut sich des Sprachrhythmus wie andere des ruhigen
Klangs ihres Fünfganggetriebes.
Der subversive Blick unter die Vorhaut der Macht, das karikierende
Abschätzen der Goliath-Keule, getarnt im Klamauk.
Um Thorsten sollte man einfach überall einen Jahrmarkt bauen!

Braunschweiger Zeitung 13.09.2012

TS, 13. September 2012, 10:20
2012
Sep 13

Heute in der Braunschweiger Zeitung !

TS, 3. Januar 2012, 12:01
2012
Jan 3

Tagesthemen/Tagesthema – mehr geht nicht !!

Dank an Ann-Claire Richter !!

div. und BZ 3.01.12 067

Wahlfestival statt langer Reden

TS, 15. August 2011, 15:09
2011
Aug 15

Wahlfestival statt langer Reden

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Politik zum Anfassen – die Grüne Jugend Peine nahm das fast wörtlich, als sie am Samstag bei ihrem Wahlfestival auf dem Ilseder Hüttengelände zum politischen Streichelzoo einlud.

Viele Kandidaten der Grünen stellten sich den Fragen von Erstwählern und auch der Grünen Jugend. “Die Jugendlichen waren sehr diskussionsfreudig”, schilderte Malin Weigand, Koordinatorin der Grünen Jugend Peine. “Die gefragten Themen waren Bildung, die Zusammenlegung der Gemeinden Ilsede und Lahstedt – und wofür die Grünen insgesamt stehen. Aber auch, wie eine Kommunalwahl funktioniert und wie sich Jugendliche selber einbringen können.”

Ihr Ziel, Erstwähler anzusprechen, hat die Doppelspitze der Grünen Jugend erreicht. Neben Malin Weigand war auch Florian Thielebörger, ebenfalls Koordinator der Grünen Jugend, zufrieden. “Wir hatten zwar mit mehr Resonanz gerechnet, haben unsere Zielgruppe aber erreicht”, sagte Thielebörger. Ziel sei es, die vielbeschworene Politikverdrossenheit der Jugendlichen aufzulösen. “Wir wollen den Jugendlichen zeigen, dass sie auch was bewirken können. Dafür wollen wir keine traditionelle Wählerveranstaltung”, sagte Malin Weigand.

“Cold Pillow”, “Do Brazil” und “Tourist” spielten in der Umformerstation auf dem Hüttengelände zwar nur vor wenig Publikum, die Kombination aus Politik, Rockfestival und Poetry-Slam mit Thorsten Stelzner lockte aber über 50 Jugendliche an.

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